Kreisverkehr: "Wenn nicht hier, wo sonst"

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Thomas Rotter, SPD, Uwe Kutzner, CDU, und Peter Dinkelmann, SPD, zeigen die Pläne zum Linksabbieger im Einmündungsbereich Wittekind-/ Wittenbergstraße. Fotos: P. de Lanck
 

1000 neue Wohneinheiten sind für Rüttenscheid-Süd bereits geplant, da sollte auch das Verkehrskonzept mithalten und einem erhöhten Fahrzeugaufkommen Rechnung tragen. Seit 20 Jahren im Gespräch aber bis heute nicht realisiert: ein Linksabbieger für den Kreuzungsbereich Wittekind-/ Wittenbergstraße.

Jetzt sind sich SPD und CDU-Fraktion im Rat der Stadt einig, das Projekt erneut anzugehen. Gemeinsam wurde ein Antrag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung gestellt, um die "Linksabbiegemöglichkeit von der Wittekind in die Wittenbergstraße" möglichst zeitnah mit dem Rückbau der Spurbusstrecke durch die EVAG auf den Weg zu bringen.

Sicherheit der Fußgänger beachten


"Seit 20 Jahren sind wir schon da dran", erinnert sich Peter Dinkelmann, damals Fraktionssprecher der SPD im Bezirk II. Nun soll der Linksabbieger von der Wittekind- auf die Wittenbergstraße möglichst bald in die Tat umgesetzt werden. Der Bedarf ist da. Zumal das Verkehrsaufkommen im Stadtteil Rüttenscheid aufgrund gleich mehrer großer Neubauprojekte noch steigen wird.
Der Schleich-Verkehr durch die Walpurgisstraße, der sich durch die Siedlung einen Ersatz-Linksabbieger sucht und dabei den Grugaradweg kreuzt, macht deutlich, dass das Projekt eigentlich keinen weiteren Aufschub duldet. Auch Bezirksbürgermeister Gerhard Barnscheidt unterstützt gemeinsam mit der BV II den geplanten Linksabbieger.
"Ein Kreisverkehr wäre für uns die erste Wahl", sind sich alle Beteiligten einig: "Wenn nicht hier, wo sonst ..."
"Am besten ohne Ampeln, das wäre sogar preiswerter", erklärt Peter Dinkelmann, der heute planungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Rat der Stadt ist.
Rainer Wienke, stellvertretender Leiter des Amtes für Straßen und Verkehr, betont, nicht grundsätzlich von Amtsseite gegen Kreisverkehre zu sein. "Wo dies möglich ist, da machen wir das auch."
Die Frage, warum in unserer Stadt im Vergleich zu Beispielen aus anderen Ländern wie Niederlande, England oder Frankreich die meisten Kreisverkehre beampelt würden, erklärt Wienke: "Der Fußgänger ist ein wichtiger Aspekt. Er muss gefahrlos queren können." Ein weiteres Thema - so zum Beispiel auch im Bereich Wittekind-/ Wittenbergstraße sei der Zulauf zum Kreisel: "Der Verkehr müsste dabei auf einen Fahrstreifen gebracht werden" - dies gestalte sich bei so vielen Fahrspuren eher als schwierig, daher vermutet Wienke für diese Stelle eher einen konventionellen Linksabbieger. Der Sachverhalt sei aber natürlich erst einmal zu prüfen und durchzurechnen.
Uwe Kutzner, planungspolitischer Sprecher der CDU im Rat, betont: "Wir werden jetzt auf jeden Fall im Ausschuss Druck machen, dass ein Linksabbieger kommt!"
Ob es letztendlich nun ein Kreisverkehr oder ein "herkömmlicher" Linksabbieger wird ... Sollte die Baumaßnahme in Angriff genommen werden, würde sie wohl circa ein Jahr dauern. Bleibt die Frage, wann die Verwaltung den Baustart terminiert.
Petra de Lanck Die planungspolitischen Sprecher der Fraktionen im Rat zeigen die Pläne zum neuen Linksabbieger. Sie stehen genau an der Stelle, wo sich Wittekind- und Wittenbergstraße treffen. Thomas Rotter, SPD, Uwe Kutzner, CDU, und Peter Dinkelmann, SPD, zeigen die Pläne zum Linksabbieger im Einmündungsbereich Wittekind-/ Wittenbergstraße. Fotos: P. de Lanck
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