Faszinierende Blumenkunst

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Dorle Ossen und eines ihrer faszinierenden Werke. Foto: Henschke
 
Ikebana - die faszinierende Blumenkunst. Foto: privat

Ab Freitag große Ikebana-Ausstellung mit Dorle Ossen im Bürgermeisterhaus


Im 6. Jahrhundert brachte ein japanischer Gesandter den Buddhismus und die Sitte des Blumenopfers aus China in seine Heimat. Auch bei uns ist "Ikebana - lebende Blumen“ längst ein Begriff: Dorle Ossen brachte diese faszinierende Kunst nach Werden und freut sich jetzt auf die Ausstellung „Von Gestalt zu Gestalt“ unter der Schirmherrschaft des japanischen Generalkonsulates Düsseldorf.

Am Donnerstag, 3. März, wird um 19 Uhr im Bürgermeisterhaus an der Heckstraße 105 die Ausstellung feierlich eröffnet durch Bürgermeister Franz-Josef Britz und Shinsuke Toda, Stellvertreter des japanischen Generalkonsuls. Die Eröffnungsrede wird Schriftstellerin Marion Poschmann halten, musikalisch bereichert wird der Abend von Yoshiko Furukawa am Piano. Von Freitag bis Sonntag werden dann jeweils von 10 bis 18 Uhr auf zwei Etagen verteilt etwa 25 Exponate von Lehrern und Schülern zu bewundern sein.

Ikenobô - Stammhaus der Blumenlehre

Die Ikenobô-Schule gilt als „Stammhaus“ der Blumenlehre, hat neue faszinierende Stile geschaffen, pflegt aber weiterhin die überlieferten klassischen Formen. Ikebana ist eine eigenständige Form, war zunächst nur in Tempeln und Palästen zu finden. Neben der Teezeremonie, der Kalligraphie, der Dichtkunst und der Musik gehörte sie zur Ausbildung der Adligen und war zunächst ausschließlich Männern vorbehalten.
Bei Ikebana geht es nicht um reine Dekoration, sondern um den Weg, auf Japanisch „Do“. Wichtig ist der Entstehungsprozess: Mit lebendigen Materialien konzentriert arbeiten, abschalten, entschleunigen. Ikebana hat viel mit den Jahreszeiten zu tun, mit Werden, Sein, Vergehen: „Diese Tiefgründigkeit entfachte meine Leidenschaft für Blumenkunst“, sagt Dorle Ossen, „man geht ganz anders durch die Natur, viel bewusster.“


Künstlerische Ausdrucksform

Die Werdenerin lebte lange Zeit mit ihrem Mann in Übersee, entdeckte in den USA Ikebana für sich: „Ich war total fasziniert und sehr berührt.“ Familiär bereits künstlerisch vorgebildet, hatte sie nun ihre Ausdrucksform gefunden: „Ikebana war ein Geschenk!“ Sie zeichnet alle ihre Arrangements, um den Blick noch mehr zu schulen: „Seit 26 Jahren beschreite ich den Weg des Ikebana. Der hört nie auf!“ Bei Ingrid Eichinger begann ihr Studium, es folgten ständig Fortbildungen bei japanischen Meistern an der Ikenobô-Akademie in Kyoto und in Deutschland. Seit 1990 nimmt Dorle Ossen an Ausstellungen, Kulturveranstaltungen und Messen im In- und Ausland teil. Zwei große Ausstellungen verzauberten die Besucher: 2001 in der Orangerie des Grugaparks und 2007 im Foyer der neuen Aula der Folkwang-Uni konnte die Werdenerin ihre Arrangements präsentieren.

Studio an der Heckstraße

2001 eröffnete sie eine eigene Ikebana-Schule in Werden, zurzeit häufen sich die Anfragen. Unterricht, Schnupperkurse und Seminare finden im Studio an der Heckstraße 53 statt: „Und zwar nicht nur für Frauen, wir haben auch drei Männer!“ Privatunterricht sowie Auftragsarbeiten sind ebenfalls möglich: Die Blumen in ihrer schönsten Form zur Geltung zu bringen, ist gleichzeitig Ziel und Weg des Ikebana.
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