Niederlagen sind immer bitter

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Den 3. Damen des WTB versagten im entscheidenden Moment die Nerven. Foto: Bangert
 
Die bereits siebte 1:3 Niederlage der Saison gab es für die 3. Damen. Foto: Bangert

Die Spiele der Werdener Volleyballer verliefen bestenfalls durchwachsen

So richtig zufrieden mit sich und ihrer Welt konnten die Volleyballer des Werdener Turnerbundes nun wirklich nicht sein. Ein einziger Sieg stand gleich vier Niederlagen gegenüber.



1. Herren gegen TB Osterfeld 2:3
Niederlagen sind immer bitter. In diesem Fall lernte die Werdener Erstvertretung jedoch eine besondere Note der Enttäuschung kennen. Denn mit dem TB Osterfeld verlor sie nicht nur gegen den zuvor punktgleichen Konkurrenten um den dritten Tabellenplatz, zudem vergaben die Werdener nach zwei famosen Sätzen auch noch einen Matchball. Dass es zu dem besagten Matchball überhaupt erst kommen konnte, war der vortrefflichen Leistung in den ersten beiden Sätzen zu verdanken, in denen der WTB wie zu besten Zeiten mit 25:18 und 25:21 aufspielte.
Doch der dritte Abschnitt ging aus Sicht von Trainer Marcus Hardt unglücklich mit 25:27 verloren. In einem dramatischen vierten Satz verlor der WTB zum Ende hin den Faden. Die Osterfelder lösten das Ticket für den Tiebreak und hielten dort den WTB mit 8:2 schnell auf Abstand. Ein Abstand, der für die Werdener nicht mehr aufzuholen war. Dennoch sagt Coach Hardt angesichts des lösbaren Restprogramms: „Wir haben noch eine reelle Chance, diese Saison auf dem sensationellen dritten Tabellenplatz abschließen zu können.“

Mit Biss und Kampfgeist

2. Herren gegen ASV Wuppertal 0:3
In dem Wissen, den letzten Tabellenplatz nicht mehr verlassen zu können, trat die Zweitvertretung gegen Wuppertal an und kassierte die nächste 0:3-Niederlage. Trotz der deutlichen Pleite zeigten die jungen Werdener, dass sie ihre Aufgaben mit Biss und Kampfgeist angehen. Nach einem frühen und hohen Rückstand zum Auftakt wehrten die WTBler insgesamt zwölf Satzbälle ab. Ein Umstand, der die Akteure des ASV fast bis zur Verzweiflung trieb. Nach dem ersten Satz fiel der WTB aber wieder in die alten Muster: Eine miserable Angaben-Quote und die ausbaufähige Annahmeleistung ließen Wuppertal die restlichen zwei Durchgänge gewinnen.

1. Damen gegen TV Jahn Königshardt II 3:1
Fünf Wochen Spielpause waren nun wirklich genug. Der Turnerbund reiste nach der langen Verschnaufpause hochmotiviert und als Favorit zum Duell gegen den Tabellenvorletzten aus Oberhausen. Doch wer bei den Werdenerinnen pure Spielfreude erwartete, der wurde enttäuscht. Zwar führten Schwarzkopf und Wewers mit starken Aufschlägen die eigenen Farben zum ungefährdeten 25:21-Satzgewinn, „doch wirklich überzeugend war das nicht. Im zweiten Satz schlug sich die Lähmung im Aufbau- und Angriffsspiel des WTB dann auch im Resultat nieder: Königshardt schmiss ein großes Kämpferherz in die Waagschale und sicherte sich den Satzausgleich. In der Folge registrierte Trainer Christian Perband in diesem wahrlich schwachen Spiel ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Als sich die Sätze jeweils dem Schluss näherten, sorgte insbesondere der Mittelblock in Person von Bolender und Portmann für die vermisste und notwendige Konsequenz im Angriff, sodass mit 25:23 und 25:22 die drei Punkte unter Dach und Fach waren. Coach Perband beschrieb den Auftritt seiner Damen so: „Man merkte uns heute die Spielpause an, spielerisch können wir das sehr viel besser.“

Wortkarger Trainer

2. Damen gegen VV Humann Essen IV 0:3
Ungewohnt wortkarg gab sich Trainer Sven Heimeshoff nach der 0:3-Pleite gegen den Favoriten Humann. Doch die wenigen Worte, die er wählte, fielen drastisch aus. Mit nicht druckreifer Sprache beschrieb der Übungsleiter die Hallenverhältnisse, die seine Schützlinge bei der Partie gegen den Stadtrivalen in Kauf nehmen mussten. Eine viel zu enge Halle verhinderte bei den personell gerupften Rot-Weißen jeden Spielaufbau, sodass Humann im Galoppschritt (19:25, 19:25, 12:25) zum Sieg eilte. Die aus der dritten Damenmannschaft nachgerückte Amelie Pflaum spielte eine gute Rolle. Trotz eines ungewohnten Spielsystems verkauften sich die Werdenerinnen ordentlich, ohne jedoch den Favoriten ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können.

3. Damen gegen MTV Rheinwacht Dinslaken III 1:3
Bereits zum vorletzten Saisonspiel trat die Drittvertretung gegen Dinslaken an, und zum wiederholten Male schrammten die Werdener Newcomer haarscharf an den Punkten vorbei. Zum Auftakt fabrizierten die beiden Teams einen Krimi, in dem der Turnerbund jedoch das Drehbuch vorgab: Die Werdenerinnen antworteten mit Zielstrebigkeit und Konsequenz an der Netzkante auf die stets retournierenden Bälle der Konkurrenz. Mit 26:24 fiel das Pendel zu Gunsten des WTB aus, doch von da an war es nicht mehr auf der Werdener Seite gesehen. Dinslaken antwortete ab dem zweiten Satz mit starken Aufschlägen. „So nervenstark sind meine Mädels dann doch noch nicht“, beschrieb Trainerin Monika Seifert die aufkommende Nervosität ihrer Schützlinge. Dininslaken kam zur 2:1-Satzführung, im vierten Abschnitt fanden die WTBlerinnen ihren Kampfgeist jedoch wieder, um mit feiner Klinge immer wieder das Quadrat der Konkurrentinnen mit Bällen zu treffen. Beim Stand von 24:23 und eigenen Satzball versagten jedoch erneut die Nerven. Zumindest einen Punkt hätte der WTB mitnehmen können, doch mit viel Pech gingen Satz und Spiel verloren. So wurde die bereits siebte 1:3-Niederlage im Laufe der Saison in Stein gemeißelt.
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