Über Stock und Stein

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Der Start des Laufes der Damen und der älteren Herren mit den späteren Siegerinnen Silke Niehues und Inga Tillmann. Foto: Bangert
 
Elias Karakas und Gregor Lauenburger wurden von einer kleinen „Zugmaschine“ unterstützt. Foto: Henschke

Auch der vierte Crosslauf des Werdener Turnerbundes lockte die Sportler ins Löwental

Zehn Läufe brachten Spannung, mit neuem Melderekord bestätigte die Veranstaltung ihren steten Aufwärtstrend und die Arbeit des Leichtathletik-Gurus Reinhard Lehmann und seiner vielen unermüdlichen Mitarbeiter. In der vierten Auflage begeisterten die kreative Wegführung und die perfekte Organisation des Werdener Turnerbundes.

Die Strecke war höchst anspruchsvoll gesteckt, vom Start aus ging es auf das Gelände des alten Strandbades, wo in verschlungenen Bahnen der Hauptteil der Laufstrecke absolviert wurde. Wer dann noch nicht vom schweren Geläuf der feuchten Wiese beeindruckt war, den erwartete ein kurzes Stück durch den tiefen Sand des Beachvolleyball-Felds , eine fieser Anstieg und ein Hürdenparcours, dann ging es in die nächste Runde. Die gestrengen Rundenzähler achteten penibel darauf, wen sie letztendlich auf die Schlussgerade einbiegen lassen durften. Unter frenetischem Beifall gaben die Läufer auf den letzten Metern noch einmal alles, sanken dann erschöpft, aber überglücklich in sich zusammen. Die Erholungsphase dauerte je nach Fitnesszustand kurz oder auch schon mal ein wenig länger.


Prächtige WTB-Ergebnisse


Die Läufer des Werdener Turnerbundes stellten das Gros der Teilnehmer und holten auch prächtige Ergebnisse. Die Jüngsten begannen über 510 Meter, hier kamen Romy Zumdick und Lasse Siemund aufs Trepchen. Bei der AK 7 gab es einen WTB-Doppelsieg von Jule Jöhring und Sophie Erbslöh, bei den Jungen war Lasse Mlyneck ganz vorn. Die Achtjährigen hatten bereits 1.350 Meter zu absolvieren. Hier konnte Lina Pfundner siegen, nach dem männlichen Lauf standen Achilleas Karakas und Jasper Baumeister auf dem Treppchen. In der Klasse der 2007 geborenen Kinder hatte Johanna Knorn vom Werdener Turnerbund die Nase vorn, Juli Zumdick wurde Dritte. Bei der W10 kamen Maya Dossmann und Mattea Winkler kurz hinter der Siegerin ins Ziel, ihre männlichen Pendants Laurenz Abramowski und Philipp Lauenburger wurden ebenfalls Zweiter und Dritter. Mara Koch holte sich in ihrer Altersklasse 11 einen dritten Rang, der gleichalte Daniel Bückert den Sieg bei den Herren der Schöpfung. Ab der Jugend 12 ging es über 2.600 Meter und auch um die Kreismeisterschaften. Hier wurde Linus Abramowski guter Dritter des Laufes, Mika Dierke holte den dritten Rang der Kreismeisterschaft. In den höheren Altersklassen gab es gleich drei Kreismeister aus Reihen des WTB: Clemens Schermayer, Florian Koch und Vincent Niehues. In den älteren Jugendklassen liefen auch Schüler des Gymnasiums Werden mit.

Sieger jagte über die Strecke

Bei den Erwachsenen ging es zunächst über 5.100 Meter. Hier traten die Frauen und älteren Semester der Herren an. In ihren Altersklassen konnten Inga Tillmann und Silke Niehues mit Titeln glänzen. Die ältesten Teilnehmer, Herren des Jahrgangs 1942, hielten eisern durch und wurden unter großer Bewunderung und entsprechendem Applaus der Zuschauer förmlich ins Ziel geklatscht. In der AK 60 wurde Dirk Angenendt Zweiter. Der Schlusslauf führte über 7.600 Meter, hier jagte Gesamtsieger André Rinke vom TV Refrath in sensationellen 27:54 Minuten über die Strecke, dicht gefolgt vom Kettwiger Philippe Abraham. Bei den Männern 45 wurden Andreas Koch und Jochen Jöhring, beide vom Werdener Turnerbund, Zweiter und Dritter.

Inneren Schweinehund besiegt

Weiter hinten im Feld ging es teilweise deutlich gemächlicher zu. Viele Familien traten an, die Eltern feuerten zuerst ihren Nachwuchs an, um dann selbst auf die Strecke zu gehen. Natürlich konnten die Hobbyläufer dem höllischen Tempo der „Profis“ nicht folgen, liefen ihr ganz eigenes Rennen. Petra Lauenburger zum Beispiel war zunächst einmal stolz auf ihren Sohn: „Der Philipp ist so toll gelaufen!“ Da konnte sich die Mama natürlich nicht mehr drücken, obwohl ihr kurzfristig nach Besichtigung des Parcours ziemlich viele Ausreden einfielen. Doch hinterher war sie froh, den inneren Schweinehund besiegt zu haben: „Die erste Runde fiel mir ganz schön schwer, dann ging es aber besser. Vor allem der Sand war tödlich…“
Auch der Herr Gemahl hielt sein Wort, stellte sich ebenfalls dem Vergleich. Mit im Feld Michael Steinbach, Vorsitzender der KG Wanderfalke und passionierter Läufer. Er zeigte sich zunächst auch sehr beeindruckt von den hohen Ansprüchen dieses Cross-Laufs, lief dann aber ein beherztes Rennen. Die unter dem Motto „Dann mache ich auch mit“ angetreten Väter Gregor Lauenburger und Elias Karakas fanden ihr eigenes Tempo, bekamen zum Ende hin noch Unterstützung durch eine süße kleine „Zugmaschine“. Lauenburger begeisterte mit einem flotten Schluss-Spurt, konnte dann aber nur noch stöhnen: „Hammerhart. Echt!“
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