„Von wegen mausetot!“ Werden 80: André Bausch neuer Trainer der SG-Reserve

Anzeige
Die 80er - hier Martin Hofmann - greifen in der neuen Saison an.
 
André Bausch ist neuer Trainer der SG-Reserve.

„Die gibt’s doch gar nicht mehr!“ Mausetot wurde die SG Werden 80 schon mehrfach geredet. Sogar die städtische Verwaltung hätte die Löwentaler am liebsten vom Tisch gefegt. Doch heute? Vereinspräsident Peter Büker strahlt…

Sein Verein bewies sich als „unkaputtbares“ Stehaufmännchen, ist nicht nur Altlasten los geworden, sondern schwimmt auf der Erfolgswelle. Ein Ruf als „Legionärstruppe“, finanzielle Eskapaden, unerquickliche Handgreiflichkeiten, die sogar zu Spielabbrüchen führten, daraus resultierende Schulden beim Fußballverband. Alles vergessen!
Seit Büker das Ruder in der Hand hält, segelt die SG-Kogge in ruhigen Gewässern. Der Bau des Kunstrasens im Löwental befeuerte zusätzlich die Willigkeit externer Spieler, sich den 80ern anzuschließen. So konnte die völlig neuformierte zweite Mannschaft „aus dem Stand“ nicht ganz überraschend den Aufstieg in die Kreisliga B feiern. Trainer Wolfgang Tuszik und sein Team peilen ganz bescheiden den Klassenerhalt an, werden dabei aufgrund der vorbildlichen Disziplin und einer starken Defensive gute Karten haben.

Der „Stübero“

Der Aufstieg brachte den Tausch der Mannschaft, Bükers ehemalige erste Mannschaft wurde zur „Zweiten“. Neuerdings an der Seitenlinie: „Der Stübero“!
André Bausch ist jetzt Übungsleiter der SG Werden 80 II, konnte etliche Weggefährten davon überzeugen, tief im Essener Süden anzuheuern.
Allen voran Rene Sperling, langjähriger Mitspieler, auch in der Verbandsliga beim FSV Kettwig. Dennis Deutschmann, Sascha Schneider, Patrick Dehn, Marc Nern und Christian Koch kommen von der DJK TuS Holsterhausen – dort war Bausch Trainer, Dennis Peter kam von Adler Frintrop, Pascal Masermann und Stefan Westermann komplettieren den Reigen der neuen 80er. Dazu kommt ein Stamm an leistungswilligen „Alteingesessenen“, die sich zuletzt oft ärgern, wenn einige Mannschaftskameraden sonntags mit fadenscheinigen Ausreden – oder kommentarlos – fehlten.
Dies ist endgültig vorbei, die SG Werden 80 geht mit zwei gut besetzen Kadern ins Rennen. Peter Büker lehnt sich zurück und betrachtet das Training: „Es läuft!“ So voll war der Trainingsgelände lange nicht mehr, wenn die 80er montags, mittwochs und freitags zur Übungseinheit luden.
Das neue Reserveteam hat zwar den Anspruch, ganz vorne zu landen, darf jedoch zunächst nicht auf den Aufstieg hoffen. Vereinsboss Büker ist zornig: „Aufgrund der Ligenreform darf zukünftig nur noch ein Team pro Verein in der Kreisliga B antreten. So wird es kleinen Clubs wie unserem schwer gemacht, nach oben zu kommen!“
Sollte allerdings die Erste erneut Meister werden oder bedauerlicherweise sofort wieder absteigen, wäre der Weg für Bausch und seine Mannen frei. Oder der Verband ändert seine Regularien, so Büker: „Vielleicht sehen sie ja ein, dass das absoluter Quatsch ist!“

Bei erfolgreichen Trainern gelernt

André Bausch konnte trotz seiner Länge immer hohe technische Fähigkeiten abliefern, bekam so seinen Spitznamen „Stübero“ ab: „Da habe ich in Kettwig als Libero mich oft in den Sturm eingeschaltet und in einer Saison 26 Tore gemacht. Ich wurde aber auch von Mitspielern wie Florian oder Sperling gut bedient“.
Als 5-Jähriger begann Bausch beim ASV Werden, Trainer war sein Vater Detmar. Es folgten Wechsel nach Heidhausen, zur SG Werden 80, dem FSV Kettwig, hier ging es bis in die Verbandsliga, dann zurück nach Heidhausen. Dort feierte er 2005 den Aufstieg in die Bezirksliga.
Erfolge stellten sich überall ein, mit der SG Werden 80 wurde er 1998 durch ein 5:3 über TuS Essen-West Hallenstadtmeister, der zweite Titel in der Halle folgte dann 2008. Vor über 1.500 Zuschauern war Bausch goldener Torschütze zum 2:1 des SC Werden-Heidhausen über die Tgd Essen West. Gleich zwei Nominierungen für die „Auf Asche“-Elf waren beredte Zeugen des enormen Beliebtheitsgrad des „Langen“. Zuletzt lief Bausch bei der SC-Dritten in der Kreisliga B auf.
Bausch sieht sich in einer Tradition der Trainer, die ihn geprägt haben: „Ich habe das Glück gehabt, in erfolgreichen Mannschaften unter erfolgreichen Trainern gespielt zu haben.“
Aufstiege unter zum Beispiel Hans-Gerd Florian, Rolf Hahner, Karl Weiß hat Bausch in Serie gefeiert, die zwei Hallentitel unter der Regie von Christoph Berns und Ralf Zils waren ebenfalls Highlights.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.