Orient trifft Okzident

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Afghanistan meets Deutschland: Armbänder mit starker Symbolkraft.
 
Nicht nur die ganz Kleinen, sondern auch die älteren Kinder haben Spass auf dem Spielplatzfest.
Runder Tisch Hamburger Straße veranstaltet Spielplatzfest



Integration ist das Stichwort. Vor allem dann, wenn es um alle Flüchtlinge geht, die seit geraumer Zeit nach Essen gekommen sind. Ein positives Beispiel für die kulturübergreifende Zusammenarbeit bieten nach wie vor die Arbeitskreise des Runden Tisches Hamburger Straße.

Dort haben sich nämlich vor nicht allzu langer Zeit zahlreiche Arbeitskreise gebildet, um den Menschen im Zeltdorf zum einen Abwechslung in ihrem Alltag zu bieten und zum anderen, um sie in das Leben in Deutschland und ihre neue Umgebung einzuführen. Ein Arbeitskreis, der sich dem Wohlergehen der Kinder verschrieben hat, ist der Arbeitskreis Kinderbetreuung. Um diese mit anderen Kindern aus der Umgebung in Kontakt treten zu lassen und ihnen einen bunten Nachmittag voll Spiel und Spass zu ermöglichen, haben sich die Vertreterinnen und Vertreter etwas besonderes einfallen lassen: Ein Spielplatzfest auf dem angrenzenden Spielplatz.

Vorurteile sollen abgebaut werden

„Momentan leben im Zeltdorf knapp 150 Kinder im Alter zwischen einem und 16 Jahren, in etwa 80 davon sind zwischen drei und sechs Jahren alt“, erklärt Ulla Lichte-Ruppe vom Arbeitskreis. „Daher ist es umso wichtiger, dass wir eine Veranstaltung ansetzen, an der alle Kinder mit ihren Familien teilnehmen können. Wir haben auch bewusst Kinder aus der Nachbarschaft eingeladen, sodass der Kontakt zwischen ihnen und den Flüchtlingskindern angeregt wird und ein Miteinander aller Kinder entstehen kann.“
Ziel des Festes war der Abbau von Vorurteilen und das Erkennen, dass alle Kinder im Endeffekt doch gleich sind. Sehr zur Freude der Veranstalter haben sich an dem Tag auch der Kinderschutzbund mit Hüpfburg und Spielmobil sowie die KiTa Murmel angemeldet. Es wurde geschminkt, auf Spielgeräten herumgeturnt und Fußball gespielt. Sehr beliebt war auch das Spiel „Fünf Gewinnt“, bei dem man fünf Spielsteine in eine Reihe bringen musste. Da viele dieser kleinen Tischspiele gespendet wurden, durften die Kinder diese im Anschluss behalten.
„Dieses Fest sollte den Einstieg in die Kinderbetreuung signalisieren, wir hoffen natürlich, dass noch viele folgen“, meint Lichte-Ruppe weiter. „Bisher gibt es immer am Montag einen Sing- und Spielkreis für die Kinder im Zelt, was hervorragend angenommen wird. Wenn die Spielplatzbetreuung genauso gut läuft, sehe ich in Zukunft viel Potenzial. In Planung ist auch ein Container für Spielgeräte, dass Spielmaterial eingelagert werden kann und mit dem die Kinder immer spielen können.“

Eltern und Kinder auf beiden Seiten sind sehr motiviert

Was sich in der kurzen Zeit schon bemerkbar gemacht hat, ist der enorme Bedarf an Aktionen wie dieser. Weitere ehrenamtliche Helfer sind natürlich mehr als erwünscht.
Auch Ralf Elsner vom Organisationsteam kann das nur bestätigen: „Wir wollen wirklich, dass es ein Erfolg wird. Angebote für Kinder kann es nie genug geben und sie werden auch sehr gut genutzt. Glücklicherweise war der Wettergott an diesem Tag auf unserer Seite. Bei solchen Veranstaltungen geht es nämlich vor allem um das in Kontakt-Treten mit anderen Kindern und auch die Eltern sollen die Chance erhalten mit den Eltern aus dem jeweils anderen Land ins Gespräch zu kommen. Und so motiviert wie alle an die Sache herangehen, wird sich das hoffentlich sehr positiv entwickeln.“
Summa summarum gedeiht die Zusammenarbeit auch mit den Kooperationspartnern im Allgemeinen: Die Entsorgungsbetriebe Essen haben schon etwas über Mülltrennung erzählt, der KiTa-Zweckverband ist sehr engagiert und die Evangelische Kirchengemeinde Frohnhausen stellt Räumlichkeiten für diverse Aktionen zur Verfügung.
Aufgrund dessen kann sicherlich ein optimistischer Blick in die Zukunft gemacht werden, aber spätestens dann, wenn wieder ein interkulturelles Spielplatzfest ansteht.
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