Zum Glück gibt‘s einen dritten Akt

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Solisten und Opernchor finden sich auf der Opernbühne des Aalto Theaters inmittten einer Tsunami-Katastrophe wieder. (Foto: Bettina Stöß)

Nach der reichlich diskutierten Premiere von „Manon Lescaut“ zum Auftakt der Spielzeit folgte nun „Idomeneo, Rè di Creta“ im Aalto Theater. Es geht um das gespannte Verhältnis von Menschen, Göttern und Natur.

Das Dramma per musica von Wolfgang Amadeus Mozart ist zum ersten Mal überhaupt an diesem Haus zu sehen. Zusammenfassend sei gesagt: Dem Publikum gefiel‘s.

Besonders musikalisch kann die Aufführung unter der Leitung von Tomáš Netopil überzeugen, reichlich Applaus erarbeitet sich Eric Cutler (Idomeneo).

Etwas gewagt mag es erscheinen, Tsunami-Katastrophe und eine barocke Theatermaschinerie miteinander zu verbinden. Im ersten und zweiten Akt hätte man sich manchmal doch eher eine konzertante Aufführung gewünscht.
Das Bühnenbild war zunächst wenig originell und abwechslungsreich.

Doch zum Glück gibt es einen dritten Akt, in dem dann auch der umfangreiche Opernchor mehrfach zum Einsatz kommt.

Und auch das Bühnenbild gerät plötzlich in Bewegung, einige spannende Effekte sorgen dafür, dass die Oper dann doch noch - gewissermaßen auf der Zielgeraden - zu einer gelungenen Inszenierung (Francisco Negro) um den kretischen Titelhelden wird, der sich gezwungen sieht, seinen Sohn dem Meeresgott zu opfern.

Weitere Vorstellungen: 2., 4., 6., 10., 12., 14., 20. Dezember; 11., 15., 21. Januar.
Die nächste Premiere: 14. Februar: Le Grand Macabre, Oper in zwei Akten von György Ligeti.
Tickets: 02 01 81 22-200
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