Das etwas andere Fenster

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Endlich ist es soweit: Das erste Fenster wurde enthüllt und zeigt als Motiv eine Kerze, die symbolisch den ersten Advent darstellen soll.
 
Schön verkleidet und verziert präsentieren sich die Fenster beim begehbaren Adventskalender in Frohnhausen.
Es ist eine tolle Sache, die nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringt: Ab dem ersten Dezember darf wieder jeden Tag ein Türchen im Adventskalender aufgemacht und Schokolade genascht oder Spielzeug herausgenommen werden. In der Gemeinde St. Elisabeth wird in diesen Tagen auch wieder an eine Tradition angeknüpft, sie sich schon seit nunmehr neun Jahren wacker hält. Die Rede ist vom begehbaren Adventskalender, bei dem das Türchen ein Fensterchen ist, welches bunt verziert oder geschmückt wird und die besinnliche Zeit einläuten soll.
Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildeten zwei Fenster in der Kita St. Elisabeth in Frohnhausen. Dafür wurden sie mit Drachenpapier, sprich transparentem Papier, verkleidet und mit jeweils einer großen Kerze, die den ersten Advent markieren soll und vielen kleinen Sternen aus Pappe beklebt. Eine große Eins in der Ecke einer der Fenster verdeutlichte die Intention zusätzlich.
„Die Kinder haben sich wirklich sehr große Mühe beim Basteln gegeben“, bestätigt auch die Erzieherin Eva Skorka. „Die Motive wechseln sich immer und weil wir in diesem Jahr die ersten waren, haben wir uns für Adventskerzen entschieden. Wir haben es den Kindern frei gestellt, ob sie mitbasteln wollen oder nicht. Es kam auch darauf an, was sie schon machen konnten oder noch nicht. Die älteren Kinder konnten zum Beispiel besser ausschneiden, während die jüngeren Kinder im Ausmalen sehr gut waren. Angefangen haben wir in etwa eine Woche vorher. Viele dieser Aktionen machen wir immer sehr zeitnah, weil die Kinder besser einen Bezug zum gerade Gemachten herstellen können.“
Los ging es um 17 Uhr mit der Begrüßung durch die Initiatorin des Projektes, Gabi Nolte-Federau. Sie fragte die Kinder, wer von ihnen denn auch zu Hause einen eigenen Adventskalender hat und was sich hinter ihren Türchen versteckt hatte. Einstimmig antworteten die Kinder, dass es Schokolade sei.
Dann wurde das Lied „Im Advent“ angestimmt, welches die Kinder anlässlich der Aktion einstudiert hatten und welches zur eigentlichen Handlung, dem Enthüllen der Fenster überleitete. Auch vor den Fenstern wurde nochmal ein Lied, bis Weihnachten ist es nicht mehr weit, gesungen. Nach der feierlichen Fensteröffnung ging es zurück in den Innenhof, wo Eva Skorka die Geschichte des kleinen Sternentalermädchens vortrug. Dieses war eine Waise, aber obwohl sie nichts besaß außer die Kleider, die sie am Leib trug und ein Stück Brot, war es ein glückliches, freundliches und hilfsbereites Mädchen. Und weil es so ein hilfsbereites Mädchen war und Fremden alles gab, was sie besaß, da die Fremden Hunger litten und froren, weil sie selbst nichts zum Anziehen hatten, tat sich eines Abends der Himmel auf und es fielen Sterne in ihren Schoß, welche sich in Goldtaler verwandelten.
„Ich bin sehr froh, dass sich die Tradition so lange und erfolgreich gehalten hat“, erklärt Nolte-Federau. „Seit nunmehr drei Jahren eröffnet die Kita St. Elisabeth die Reihe mit dem ersten Türchen. Am Anfang haben wir mit wenigen Mitmachern gestartet, aber mittlerweile ist es ein Selbstläufer geworden. Auch Personen machen noch mit, deren Kinder schon lange aus der Kita raus sind.“ Gesehen hat die Initiatorin die Aktion im Internet, wo Bilder von Dörfern waren, welche genau das auch gemacht haben. Dann kam ihr die Idee, dass man das auch in Frohnhausen machen könnte. „Ohne die Familien, die jedes Jahr wieder ihre Fenster dekorieren, ginge das alles nicht. Bis November muss ich aber schon alle Zusagen haben, denn es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Lücken entstehen würden. Aber damit hatten wir noch nie Probleme“, so Nolte-Federau weiter.
Alle Fenster werden von ihr dann abfotografiert und als Einheit beim Neujahrsempfang in der Gemeinde im Kollektiv präsentiert. „Das mache ich für all diejenigen, die es nicht geschafft haben an den jeweiligen Tagen zu kommen“, bekräftigt sie.
Und weil Weihnachten auch immer ein Fest des Beisammenseins ist, wurde als Abschluss noch Kakao für die Kinder und Glühwein für die Erwachsenen samt diverser Plätzchen gereicht. Nach dem kleinen Imbiss und einem kleine Schwatz hier und einer kleinen Plauderei da, gingen die Versammelten langsam wieder nach Hause, um vielleicht bei den anderen Fensteröffnungen auch wieder dabei zu sein.
Diese sind am 5. Dezember bei Familie Bisanz in der Kieler Straße 16, am 6. Dezember bei Familie Deppe in der Hamburger Straße 22, am 7. Dezember im Michaelsheim, am 8. Dezember bei Familie Laarmann in der Böhmerstraße 72, am 9. Dezember bei Familie Wormland in der Dollendorfstraße 63, am 10. Dezember bei Familie Thekkemury in der Danziger Straße 83, am 11. Dezember bei Familie Schappat in der Wattenbachstraße 13, am 12. Dezember bei Familie Werdan in der Königsberger Straße 41, am 13. Dezember im Pfarrhaus, am 14. Dezember bei Familie Meyer/Engelmeier im Woltmannweg 8 und am 15. Dezember beim KJG (PZ Innenhof Jugend). Alle Fensteröffnungen starten jeweils um 18 Uhr. Am 13. Dezember geht’s schon um 17 Uhr los. Weitere Termine folgen.
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