Frohnhausen erglüht bei Eiseskälte

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Neueste Nachrichten – brühheiße Termine – fetzige Feste!

Mit dem ersten Date ist das immer so eine Sache. Kommt Er oder Sie? Herzklopfen gehört dazu. Der Termin rückt immer näher. Dann? Die Liebe ist entflammt bei märchenhafter Kulisse: Halbmond, angestrahlter Apostelkirche, Raureif glänzendem Gänsereiterbrunnen. Das erste Treffen „Frohnhausen glüht auf“ hat echt gezündet…

W - wie Wir! Inniger Herzenswunsch der Frohnhauser Vereine. Denn nur stetes Miteinander schafft ein lebendiges Frohnhausen. Klappt doch. Folglich sind Einlader Thomas Mertinat, Frohnhauer Ex-Schützenkönig und Lothar Reuschel, Geschäftsführer Lebenshilfe, richtig baff von den vielen Besuchern. „Die haute société ist da! Besser, als wenn wir separat unsere Feier machen. Die Resonanz ist richtig rund.“

Flugs fliegen feine Nadelstiche von Winfried Meerstein, Vorstand Frohnhauser Schützen und dem sehr engagierten, frühlingsfrischen Schützen Dominique Meißner. „Gemeinsames Treffen ist enorm effektiver, als wenn sich einzelne Vereine in irgendwelchen Gaststätten verstecken. Sondern hier aktiv mit den Bürgern feiern.“ Sie träumen vom 9.-12 Mai, den Frohnhauser Festtagen und „100 Jahre Apostelkirche“ mit Schützenfest, Festzelt, Kirmes. Der Festzug ist erstmalig am Samstag. Sonntag das traditionelle Königsschießen bei Kaffee, Kuchen…“

„Das ist hier und heute unser Weihnachtsfest“, freut sich Dieter Blum, Frohnhauser Schützenverein. Mit von der Partie sind u. a. Karnevalisten – wie KG Hahnekopp. Und stadtteilübergreifend. Der Altendorfer Schützenkönig Friedhelm Börsch wird gesichtet. Ihm zur Seite steht der Vorsitzende Detlef Diel, der eilig den nächsten Termin ausplaudert: 6.1.2013, Altendorfer Bürgertreff, 11-17 Uhr, Gesamtschule Bockmühle. Extra aus Schonnebeck düst in die Runde Martina I., Frohnhauser Schützenkönigin. „Unser Neujahrsempfang ist am 19. 1.2013, 15 Uhr, im kleinen Pfarrsaal Antoniuskirche.“ Gebongt.
Nein. Neid untereinander kommt nicht auf. Udo Karnath, Vorsitzender Frohnhauser Bürgerverein sowie Detlef Fränkel, finden die Vereins-Vereinigungs-Idee „richtig gut. Vereine müssen nach draußen“, bestätigt Fränkel. „Die Bürger merken sonst zu wenig, wie viele Möglichkeiten es in Frohnhausen gibt, gemeinsam Spaß, Geselligkeit zu haben. Nur – anfangen muss man mal. Sich trauen.“

„Das ist der Beginn einer guten Sache“, lobt Rainer Pokorny von „Jedermann Blau und Weiß“ sowie Schalker Fan-Club. Er ist zwar mit einem Stand am Weihnachtsmarkt auf Schalke, „Aber eine Spende kommt einer Frohnhauser Familie zugute.“

Klar, am Gänsereiter-Platz ist es kein Kunststück, in wahre Kunst-Stimmung zu kommen. Da schwärmt geradezu Pfarrer Werner Sonnenberg über das „3 Tenöre-Konzert, 4. Advent, 16 Uhr. Im zwölften Jahr steht es im Mittelpunkt. Fester Höhepunkt im Stadtteil. Anschließend gibt es Freibier von Stauder. Außerdem haben wir einen neuen Chor, der sich im Konzert präsentiert. Hoch professionell. Am 1. Januar feiern wir in der Markuskirche, 17 Uhr: „50 Jahre Kirchengemeinde Essen-Frohnhausen“ mit Gottesdienst. Anschließend Sektempfang im Gemeindehaus.“ Warum ist es immer um den Kirchplatz so sauber? „Regelmäßig fegen, pflegen, hegen ihn Bürger. Ehrenamtlich.“

Dass „Frohnhausen glüht auf“ so angenommen wird, hätte ich nicht gedacht“, gesteht Ellen Schröder, Vorstandsmitglied Frohnhauser Werbering. „Eine schöne Sache, dass man sich austauschen kann. Wichtig sind gemeinsame Gespräche auch außerhalb des Geschäftslebens.“ Beipflichtung folgt von Axel Herzog, Kolpinghaus. Er freut sich bereits auf Fußballturniere mit anderen Kolpinghäusern: März/April 2013, Spielstätte Breilsort.

Bezirksbürgermeister Klaus Persch ist happy. „Es freut mich besonders, dass auch an der Mülheimer Straße Aktivitäten entstehen, die den ganzen Stadtteil-Bereich ins Bewusstsein der Frohnhauser bringen.“

Dickes Lob prasselt auf das Glüh-Treffen von Günter Zahn, ehrenamtlicher Vorstand Lebenshilfe. „Klasse, dass gemeinsam mit geistig behinderten Menschen und den Vereinen so ein gelungenes Fest inszeniert wird.“

Derweil wendet liebevoll Andreas Koch, 3. Vorsitzender vom Markt- und Schaustellerverband, immer wieder seine goldbraunen Würstchen; hebt sie aus dem heißen Bettchen - sprich Grill, legt sie in‘s Brötchen, bestreicht sie zart mit Senf. Der Gesamterlös des 3-Gang-Menüs lässt der coole Andreas brühwarm in die Lebenshilfe-Kasse fließen. „Plus Glühwein-Moos“, verspricht Thomas Mertinat.

Frohnhausen glüht auf - schreit auf jeden Fall nach mehr!

Foto: Michael Gohl / West Anzeiger Essen
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