Vor Ferienschluss - heiß gespicktes Schulende

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Na, alles Handarbeit in Projektwochen: Blumenkästen, Sitzbänke... Doch die Feuerschale... Foto: Privat
Juch hu! Schulferien stehen vor der Tür. Endlich Ende des blöden Paukens, der Klassenarbeiten, des Lehrer-Nörgelns…Nö! An der Bodelschwingh-Grundschule in Altendorf sind Schüler total traurig, dass sie ihre Schul-Ergebnisse nicht täglich wachsen sehen. Sie sehnen sich schon jetzt nach dem Ferienende. Denn viel ist dort in Altendorf in den letzten Wochen passiert – zwischen ThyssenKrupp-Gelände und an der Gemeinschaftsgrundschule…

Zur Erinnerung:
Rektorin Hannelore Herz-Höhnke samt Pauker, Pennäler benötigten nicht einen einzigen Wimpernschlag, um am Grüne Hauptstadt-Projekt von ThyssenKrupp – Gärtnern an Hochbeeten – mit zu ackern - Einpflanzen, Wasser schleppen, nach dem Rechten sehen – täglich!

Parallel dazu entstand an der Bodelschwingh-Schule ein Zwillings-Hochbeet, mit Erde gefüllt, bepflanzt von Schülern. Doch damit die Gemütlichkeit stimmt, die Lütten Pflanzen, Würmer beobachten können, na, was fehlt für die Bequemlichkeit? Richtig, Sitzflächen, Tisch.
Hahn im Korb – pardon – im Holzwissen ist Erich Dingler. Wenn‘s knifflig wird, den Alleskönner fragen. Unter Anleitung, mit zupackender Unterstützung, zimmerten sie Sitzgruppe plus Tisch aus gespendeten Euro-Paletten der Firma Hermann-Paletten-Recycling. Und haste nicht gesehen, plötzlich sitzen die Schüler inmitten ihrer eigenen Mini-Schul-Gruga.

Klar, mächtig stolz sind alle. „Hier entdecken wir immer wieder außergewöhnliche Begabungen und Talente, die im normalen Unterricht selten sichtbar werden.“ Note sehr gut!

Für die Kinder hörte die Lust des Schaffens längst noch nicht auf. Sie standen quasi unter Strom. Denn was nutzen Tisch, Bänke, wenn die nicht eingeweiht werden – verwaist dumm herum stehen…Die ungewöhnlichen Projektwochen erlebten ein heißes Highlight mit Futtern am Feuerlager (einer Feuerschale). Spieße wurden mit Stockbrot geschmückt; machten über Hitze knusper knusper knäuschen...
Zur Feier des Tages brachten alle Süßes, Obst, Getränke mit. Und als die Eltern später ihre Lieblinge von der "Taufe" abholten, staunten die Bauklötze, was in 14 Projekttagen alles geschafft wurde.

Rektorin, mit 24-er Gruppe, 6-12 jährig, hat alle Wetter genossen. Kelly, 6, plaudert: „Die Tage machten viel Spaß. Wann ist bald wieder Projektwoche? Ich habe so gerne die Blumen und Pflanzen bei ThyssenKrupp gegossen.“
Malak, 10, strahlend: „An unser Projekt kommt keiner ran. Denn es ist einzigartig. Wir haben so viel selber gemacht, brauchten kaum etwas dazu kaufen." Julius 10, war besonders aktiv beim Zusammenhämmern der Beete und Möbel. „Das Arbeiten hat mir richtig gut getan. Ich könnte jeden Tag mit Holz arbeiten und zusehen, was ich alles herstellen kann.“
Alina, 9, erst wenige Monate in Deutschland, strahlt: „Ich habe auch ohne Deutschunterricht im Klassenraum so viel Deutsch dazu gelernt, obwohl ich nur draußen war und viel mitgeholfen habe."

Na, neidisch? Wetten, diese Feuerfeier mit einfachem Stockbrot wird für viele das Leckerste bleiben…
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 04.07.2017 | 22:10  
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