NRW-Familienministerin auf "Mutmach-Tour"

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Ministerin Kampmann im gespräch mit Flüchtlingsskindern, die ihr ihre Lieblingsspiele zeigen.
Essen: Diakonie |

2015 stellte das Land NRW sechs Millionen Euro für Brückenprojekte zur Verfügung, für 2016 bisher sogar 20 Millionen. Viele Förderanträge wurden gestellt. Unter anderem auch aus Essen. Hier war die Ministerin Christina Kampmann nun im Rahmen ihrer "Mutmach-Tour" vor Ort, um Kinder aus Flüchtlingsfamilien in der Unterkunft am Funkturm zu besuchen.

Das Brückenprojekt für Flüchtlingskinder im Übergangswohnheim des Essener Diakoniewerks bietet auch Spielgruppen und mobile Angebote für Untersechsjährige an. Ministerin Kampmann setzte sich zu den Kindern an den Tisch, spielte mit ihnen und erkundigte sich bei den Verantwortlichen des Projektes über erste Erfolge.
Nordrhein-Westfalen bietet inzwischen rund 800 solcher Maßnahmen an, die von über 6.600 Kindern besucht werden können.
"Mit dem Brückenprojekt hier ist auch Elternbildung verbunden", erklärt Jürgen Schroer vom Essener Kinderbüro. Ulrich Leggereit vom Diakoniewerk, Leitung Geschäftsbereich Kindertageseinrichtungen, freut sich über die hohe Bereitschaft des Landes, das Projekt zu unterstützen: "Das Land hat schnell und ohne zu zögern erhebliche Mittel freigegeben. So konnten wir hier ein gutes Netzwerk aufbauen."

Eine Erzieherin spricht fünf Sprachen


Das Gebäude am Funkturm im Essener Westen wurde vom Sozialamt angemietet, Träger ist das Diakoniewerk auch die Erziehungsberatungsstellen sind mit im Boot. Über ein Jahr werden die Kinder und Eltern hier betreut.
In dem Übergangswohnheim für gefährdete Flüchtlinge werden derzeit rund 35 Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren betreut. Sie verbringen den Vormittag in Eltern-Kind-Gruppen, nachmittags werden zudem Gruppenspiele, Bastelarbeiten und Spiele im Freien angeboten.
Die Kinder werden ins Quartier bzw. in die Kindergärten und Schulen integriert, es gibt auch Unterstützung im Hinblick auf Sprache aber auch Impf- und Infektionsschutz. Eine der Erzieherinnen im Haus spricht fünf Sprachen, eine weitere Kollegin ist Psychologin. Dies sei ein großes Glück, da viele Bewohner aus Syrien und dem Irak kämen, so die Verantwortlichen.
"Die Menschen, die vor Krieg und Gewalt fliehen, brauchen unsere Hilfe", betont die Ministerin. "Und ganz besonders die Kinder!" Brückenprojekte solcher Art erleichterten die Eingewöhnung ganz erheblich.
In den Sommerferien will Ministerin Kampmann aktuell weitere Projekte, die Flüchtlingen Mut machen sollen, besuchen und sich vor Ort informieren. Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr gilt auch für Kinder aus Flüchtlingsfamilien.
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