Vollgas bis zum Jahresende

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v.li.: Doris Eisenmenger (2. stellvertretende Bürgermeisterin und Fraktionsvorsitzende der Grünen), Klaus Persch (Bezirksbürgermeister) und Rolf Dieter Liebeskind (1. stellvertretender Bezirksbürgermeister und CDU Ortsverband Frohnhausen) vor dem Schaubild "Gervinuspark".
 
Johannes Oppenberg (Grün und Gruga) stellt seinen "Ideenplan" vor.
Die Sommerpause ist vorbei, die Bezirksvertretung III Essen-West hat wieder ihre Arbeit aufgenommen. Getagt wurde dieses Mal hinter den Türen des Aposteljugendhauses in Frohnhausen, Mülheimer Straße 68. Neben dem Bezirksbürgermeister Klaus Persch, dem 1. stellvertretenden Bezirksbürgermeister Rolf Dieter Liebeskind (CDU) und der 2. stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin Doris Eisenmenger (Die Grünen), waren auch die anderen Parteienvertreter des Bezirks zugegen.
Erster großer Ordnungspunkt war die Vorstellung des Projekts „Kindergesundheitsmobil“. Dazu die Projektleiterin Martha Spallek: „Seit drei Jahren nun, fahren wir mir unserem Mobil durch die Stadtteile. Jetzt haben wir sogar eine Verlängerung von 18 Monaten bekommen. Wir arbeiten eng mit dem Kindergesundheitsdienst zusammen und die Schwerpunkte liegen bei den Kitas, die in den Morgenstunden angefahren werden, in der aktiven Stadtteilarbeit, die immer nachmittags stattfindet und beim Besuch der Übergangsheime. Leider stimmt es, dass die Stadtteile Frohnhausen und Kray nicht mehr angefahren werden. Das Konzept soll sich weiterentwickeln und dafür sollen auch andere Standorte angefahren werden. Leider mussten die beiden Standorte dafür weichen.“
Dem folgte der nächste große Tagesordnungspunkt, der zukunftsorientierte und klimagerechte Umbau des Gervinusparks in Frohnhausen. Dazu war der Abteilungsleiter für Grünflächenpflege Johannes Oppenberg von Grün und Gruga geladen. Anhand eines Schaubildes verdeutlichte er, in welchem Zustand sich der Park derzeit befindet und zu welchem Zustand man gerne gelangen möchte. „Das heftige Tiefdruckgebiet „Ela“ im Juni 2014 hat vor allem den Gervinuspark stark getroffen und verwüstet. Zu der Zeit waren die Bäume in vollem Laub und haben daher eine riesige Angriffsfläche geboten. Die betroffenen Bäume wurden dann zuerst zugeschnitten, aber in diesem Zustand ist keine artgerechte Entwicklung mehr gegeben“, so Oppenberg. „Uns sollte daran gelegen sein, Bäume als Ersatz zu nehmen, die mit den geänderten Klimaverhältnissen besser umgehen können. Also etwa Bäume aus dem südeuropäischen Raum.“ Zudem solle man mit dem dem neuen Grün zukunftsorientiert umgehen, denn ein so großer Park hat viele Funktionen für das Stadtklima. „Die Parkentwicklung in den nächsten fünf bis zehn Jahren soll folgende sein: Die starke Aufenthaltsfunktion soll ausgebaut werden, aber auch ruhige Aufenthaltsbereiche sollen geschaffen werden. In diesem Jahr noch sollen 25 Bäume ersetzt und die zugeschnittenen Bäume müssen gefällt werden. Eine Blütenpracht im Park ist bisher nicht vorgesehen, aber auch Bäume bekommen im Herbst etwa eine sehr schöne Färbung“, so Oppenberg weiter.
An dieser Stelle lenkt Persch ein. Diese Zeitspanne würde zu lange dauern, vor allem, da Essen 2017 Grüne Hauptstadt Europas ist. Bis dahin sollte man mit dem Gervinuspark gut vorangekommen sein. „Außerdem kann man den Gervinuspark als Vorzeigeprojekt ansehen und das Konzept auf andere Parkanlagen anwenden. Naheliegend ist auch mit dem Medium Wasser zu arbeiten, da dies Fördermittel einbringt“, so Persch. Auch Bernd Schließer (EBB) meldet sich zu Wort und richtet den Blick auf das Finanzielle: „ Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Geld für die Umgestaltung aus verschiedenen Töpfen fließen wird. Den Plan finde ich in Ordnung, allerdings würde mich die Summe interessieren, die dafür eingeplant ist.“ Auch die CDU meldet sich zu Wort und schlägt vor über eine Hundewiese nachzudenken oder daran, die Fläche dem Kindergarten anzuschließen. Abgestimmt wurde dann über den ersten Bauabschnitt, in dem das Um- und Einsetzen der Bäume vorgesehen ist und die Bezirksvertretung 15.000 Euro an Grün und Gruga abtreten soll. Dem Antrag und somit den Maßnahmen im ersten Bauabschnitt wird zugestimmt, wobei das Geld im Haushalt für kommendes Jahr enthalten sein soll.
Auch das Stadtteilprojekt Altendorf war als Ordnungspunkt vertreten. Dazu Ricarda Fischer: „Die eingesetzten Parkhüter am Niederfeldsee sind nun fünf Mal die Woche unterwegs und werden von den Bürgern positiv angenommen. An der Helenenstraße soll der Durchgang Schmitzstraße/ Altendorfer Straße für den öffentlichen Personenverkehr geschlossen werden. Grund dafür ist das wieder verstärkt aufgekommene Drogenproblem. Der Ortstermin am Ehrenzeller Platz hat gezeigt, dass die Bürger diesen gut annehmen und ihn verstärkt nutzen. Dafür sollen allerdings noch mehr Mülleimer bereit gestellt werden, wobei sich die Frage stellt, wer die Finanzierung und die regelmäßige Leerung übernimmt.“ Hierfür sollen die Kosten nachgereicht werden. Hans-Gerd Kohl (CDU) merkt an, dass die Sperrung des Durchganges keine gute Idee ist, weil dieser von vielen Menschen genutzt wird. Auch Bernd Schlieper (EBB) sieht die Schließung nicht als die beste Idee. Allein Udo Seibert (Die Linke) merkt an, dass, wenn die Hausherren die Schließung wollen, die Bezirksvertretung auf die Entscheidung keinen Einfluss hat.
Zudem kamen noch der Seniorenbeauftragte des Stadtbezirks Herbert Schika und der Kinder- und Jugendbeauftragte Peter Krause zu Wort. Weitere Punkte waren unter anderem die Baumaßnahmen der Stadtwerke Essen auf der Haus-Berge-Straße (beschlossen), der Gemarkenstraße (beschlossen) und der Veitstraße (beschlossen). Zudem ging es um den Rück- und Umbau der nicht mehr benötigten Bus-Haltestellen in der Schederhofstraße und der Kerckhoffstraße (Ortstermin vereinbart) und die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Mülheimer Straße auf 30 km/h (Ortstermin vereinbart).
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