Austoben in der Sporthalle

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Bewegung in der Horizontalen: Marta (11) und Josy (12) machen vor, wie es geht.
 
Neben Fußball und Rollbrett stand auch Joglieren mit Tüchern und Bällen auf dem Programm.
Open Sunday sorgt für Bewegungsmöglichkeit im Stadtteil



Am Sonntag ist immer frei. Da könnten sich Kinder mal so richtig austoben. Was aber, wenn es dafür nicht genug Möglichkeiten gibt, weil Sporthallen geschlossen sind?


Mit dem mehrjährigen Projekt „Open Sunday“, eine Gemeinschaftsaktion des Instituts für Sport- und Bewegungswissenschaften und des ISSABs der Universität Duisburg-Essen samt der Anneliese-Brost-Stiftung, der Stadt Essen, der Sport Jugend Essen, der Integration durch Sport und Bildung e.V. sowie der beteiligten Grundschulen, sollen direkt Mädchen und Jungen in ihrem Sozialraum, sprich in ihrer Grundschule angesprochen werden, um ein vielschichtiges Bewegungsangebot zu schaffen.
„Am Sonntag haben die Kinder Zeit zu rennen, zu hüpfen, zu balancieren“, erklärt Frank Tollmien, Schulleiter der Gemeinschaftsgrundschule an der Heinrich-Strunk-Straße. „Die Angebote reichen von gemeinsamen Koordinations- und Ballspielen bis zum Üben von Bewegungskünsten an einzelnen Stationen. Über ein offenes inklusives Konzept sollen vor allem Kinder aus den eher benachteiligten Stadtteilen in Bewegung gebracht werden.“

„Open Sunday“ verspricht unterschiedliche Bewegungsangebote für Kinder

Und dieses Angebot, initiiert von Ulf Gebken, Professor an der Universität Duisburg-Essen, wurde an den nun stattfindenden Wochenenden richtig gut genutzt: Mit bis zu 90 Kindern der ersten bis sechsten Klasse waren die Sporthallen extrem gut besucht. Zeitgleich fand ebenfalls eine „Open-Sunday-Veranstaltung“ an der Grossenbruchschule in Altenessen statt.
Betreut wurden die Kinder an den Tagen unter anderem von Sportstudenten sowie Studenten der Sozialen Arbeit der Universität Duisburg-Essen. Diese waren zu diesem Zweck mit ihrem Spielmobil, das vollgepackt war mit diversen Spielutensilien, angereist.
„Die Idee, Kinder zu unterstützen, die an Sonntagen zum Beispiel durch die Mitgliedschaft in einem Sportverein nicht die Möglichkeit haben sich zu bewegen, ist sehr gut“, erklärt auch Jesse Dawin, Sport- und Mathematikstudent der Universität Duisburg-Essen. „Damals hat die Aktion in Oldenburg angefangen und, weil sie so gut angenommen wurde, breitet sich nun auch in Essen, Duisburg oder Recklinghausen aus. Durch unser gut ausgestattetes Spielmobil haben wir die Möglichkeit den Kindern an jedem Termin anders konzipierte Spielstationen zu präsentieren. Dass auch ja keine Langeweile aufkommt.“

Durch offenes inklusives Konzept sollen Kinder in Bewegung gebracht werden

Und das tat es in der Tat wirklich nicht: In der Heinrich-Strunk-Schule etwa hörte man die Kinder schon außerhalb der Sporthalle. Drinnen tummelten sie sich an den einzelnen Stationen und warfen Dosen, rollten auf Rollbrettern um die Wette, schwangen sich an Seilen zum Klettergerüst, spielten Hockey oder Fußball und jonglierten mit Bällen und Tüchern. Und wer viel Sport macht, muss sich auch stärken, weshalb die Betreuer fleißig Bananen und Äpfel klein schnibbelten.
„Ich finde die Aktion toll“, bestätigt Laura (10). „Die Heinrich Strunk-Schule war meine Grundschule und daher komme ich gerne hierher. Am meisten Spass macht mir das Dosenwerfen und wenn sich das nochmal wiederholt, komme ich gerne wieder.“
Auch die Freundinnen Josey (12) und Emely (10) sind von dem Bewegungsangebot begeistert und kennen sich an den Stationen sehr gut aus. „Das einzige, worauf wir nicht so viel Lust haben, ist Fußball spielen. Aber an allen anderen Stationen waren wir schon“, erklären sie.
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