Für Astrid „Iri“ Steiner - „Stolperstein“-Verlegung am 20. August in Hassel

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Der Initiator, der Künstler Gunter Demnig, erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnort kleine Gedenksteine in den Bürgersteig einlässt. Am 1. August verlegte er im Gelsenkirchener Süden zehn solcher „Stolpersteine“, die die Erinnerung an die Opfer des Naitonalsozialismus wach halten sollen. Foto: Ralf Nattermann/Archiv
Am Samstag (20.) um circa 11.20 Uhr wird in Gelsenkirchen-Hassel vor dem Gebäude Polsumer Straße 158 ein „Stolperstein“ für Astrid Steiner verlegt. Sie war eines der Kinder aus Gelsenkirchen, das letztlich der Geheimaktion der Nazis zur Tötung behinderter Kinder zum Opfer gefallen ist.

Hassel. „Stolpersteine“ dienen dem Gedenken an die verfolgten und ermordeten Opfer des Nationalsozialismus – allen Menschen, die unter diesem Regime leiden mussten. Der „Stolperstein“ soll an Astrid Steiner als ein Kind erinnern, welches in den 1930er und 1940er Jahren in Hassel gelebt, gelacht und gespielt hat und durch ihre Behinderung zu einem Psychiatrie-Opfer des Nationalssozialismus wurde.
Man sollte ein wenig Zeit mitbringen, da an diesem Tag vor und nach der Verlegung in der Polsumer Straße 158 noch andere Verlegungen von „Stolpersteinen“ in Gelsenkirchen stattfinden werden.
Die Stolperstein-Paten, Familie Sauerbaum, würde sich freuen, wenn Anwohner, Bürgerinnen und Bürger durch ihre Teilnahme dazu beitragen, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus als Mahnung für die Gegenwart und als eine Verpflichtung für die Zukunft wach zu halten.
Seit 2009 werden diese Steine auch in Gelsenkirchen verlegt. Sie finden sich an vielen Orten im Stadtgebiet, und zwar genau dort, wo Menschen wohnten, die in der NS-Zeit verfolgt wurden. „Stolpersteine“, das sind kleine Erinnerungszeichen, sie sollen zusammengenommen ein außergewöhnliches dezentrales Denkmal bilden.
In Gelsenkirchen beteiligen sich zahlreiche Menschen: Privatpersonen, Vereine, Verbände, Parteien, Schulen, Auszubildende und andere mehr. Alle am Projekt „Stolpersteine“ Beteiligten tragen das ihre dazu bei, der Erinnerung an die NS-Opfer den Platz zu geben, der ihr zusteht: in der Mitte der Gesellschaft.
Wer nicht an der Verlegung teilnehmen kann, wird sich aber vielleicht daran erinnern, wenn er beim nächsten Gang über die Polsumer Straße dabei auf den Gedenkstein stößt, der dort in Höhe der Polsumer Straße 158 in den Bürgersteig eingelassen ist.
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