Die Gefahren des Salafismus - Ein Aussteiger berichtet vor Multiplikatoren der Jugendarbeit

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Der Aussteiger Dominic Schmitz berichtete, wie er zum Salafismus kam und wie dieser sich auf sein Leben auswirkte. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Gelsenkirchen | Der extremistische Salafismus ist ein rasant wachsendes Phänomen, mit dem sich in Nordrhein-Westfalen nicht nur die Sicherheitsbehörden befassen. Die Radikalisierung von vor allem jungen Menschen stellt ebenso Fachkräfte aus Jugendhilfe, Schule und Schulsozialarbeit vor große Herausforderungen.

Rekrutierung findet auf der Straße statt

Besorgniserregend ist, dass die Ideologie des Salafismus, der die Demokratie in westlicher Prägung ablehnt, unter jungen Menschen zunehmend an Boden gewinnt. Auch bei uns in Gelsenkirchen wird unter anderem auf der Bahnhofstraße durch Koranverteilaktionen versucht, neue, vor allem junge Menschen für diese ultrakonservative Strömung des Islam zu gewinnen.
Auf einer Veranstaltung, die sich insbesondere an Multiplikatoren aus Schule, Schulsozialarbeit und Jugendhilfe richtete, wurden mit Hilfe des Aussteigers Dominic Schmitz die persönlichen Ursachen der Radikalisierung von Jugendlichen beleuchtet.

Geläuterter schildert wie er Salafist wurde

Dominic Schmitz geriet als Jugendlicher an eine Moscheegemeinde, in der Sven Lau wirkte. Er wurde fanatischer Salafist, lebte streng nach Koran und Sunna, trug Pluderhosen und Gebetsmütze und er hörte auf, Frauen die Hand zu geben.
Zu beten und Menschen zu missionieren wurde sein neuer Lebensinhalt. Er wurde Assistent des salafistischen Predigers Sven Lau. Einige seiner Brüder drifteten so sehr ab, dass sie sich der Terrormiliz „Islamischer Staat“ anschlossen.

Schmitz schaffte noch den Absprung

Später löste sich Dominic Schmitz Schritt für Schritt von seinem radikalen Umfeld und hofft nun andere vor der Versuchung zu bewahren.
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