80. Jahre DFB – Pokal: Teil IV: Kickers Offenbach und der Bundesligaskandal sollte Fußball - Deutschland noch lange beschäftigen.

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Lothar Emmerich geb. 29.11.1941 gestorben 13.08.2013 (Foto: Unbkannt)
 
Sigi Held (Foto: Unbekannt)
Gelsenkirchen: 80. Jahre DFB- Pokal |

Die Kickers aus Offenbach stiegen 1968 in die 1. Bundesliga auf, und wurden zur Fahrstuhlmannschaft. 1969 stieg OFC sofort wieder ab, schaffte aber 1970 den direkten Wiederaufstieg und musste 1971 erneut aus der Bundesliga absteigen.
Aber in der Saison 1969/70 erreichten sie unter Trainer Kurt Schreiner ihren größten Erfolg. sie gewannen den DFB – Pokal.

In der ersten Runde gewannen die Offenbacher am 03. Januar 1970 zu Haus am Biber er Berg vor 11.000 Zuschauer gegen den TSV 1860 München mit 4:1.
Im Achtelfinale am 30.Juli empfingen sie vor 30.000 Zuschauer am Biber er Berg gegen Borussia Dortmund nach Verlängerung mit 2:1.

Siegfried Held genannt „Sigi“ der von 1963 bis 1965 für die Offenbacher 66 Spiele in der Regionalliga – Süd absolvierte und 24. Tore Erzielte und 1965 nach Dortmund wechselte erzielte in der 94. Minute das 0:1, Helmut Kremers der gemeinsam mit seinem Bruder Erwin Kremers von 1969 bis 1971 für Offenbach spielte erzielte in der 112. Minute per Foulelfmeter das 1:1 und Helmut Schmidt der von1970 bis 1974 für die Kickers spielte bevor er nach Dortmund ging erzielte in der 118 Minute das Siegestor und die Kickers erreichten das Viertelfinale und trafen im Derby im Frankfurter Waldstadion auf den großen Nachbarn die Eintracht.

Vor 60.000 Zuschauer brachte Winfried Schäfer der in der Bundesligasaison 1969/70 mit Borussia Mönchengladbach Deutscher Fußballmeister wurde und 1970 nach Offenbach wechselte in der 6. Minute die Kickers mit 0:1 in Führung, Helmut Schmidt in der 19 und Klaus Winkler 21 erhöhten auf 0:3.

Im Halbfinale vor 35.000 Zuschauer auf dem Biber er Berg empfing der OFC das Team aus Franken den 1. FC Nürnberg und gewann nach Verlängerung mit 4:2 und stand am 29. August 1970 im Niedersachsenstadion in Hannover im Finale, der Gegner war der Pokalsieger von 1967/68 der 1. FC Köln.

Klaus Winkler brachte in der 27. Minute die Offenbacher in Führung und Horst Gecks erhöhe in der 64. Minute auf 2:0, Hannes Löhr der von 1964 bis 1978 für den 1, FC Köln 381 Liga – Spiele absolvierte und 166 Tore erzielte verkürzte in der 73. Minute auf 1:2 und in der 81. Minute hätte Werner Biskup der gebürtige Bottroper der von 1968 bis 1972 für Köln 111 Liga – Spiele absolvierte und 10 Tore erzielte per Foulelfmeter die Möglichkeit gehabt den Ausgleich zu erzielen, doch Karlheinz Volz der von 1968 bis 1971 für die Offenbacher 69 Mal zwischen den Posten stand hielt den Foulelfmeter, so wurden die Kicker DFB – Pokalsieger.

Im Wettbewerb des Europapokals schied Offenbach bereits in der ersten Runde gegen den FC Brücke nach einem 2:1 Heimsieg und einer 0:2 Niederlage in Brügge aus.

1970/71 wurde erneut Bayern München Pokalsieger, seit Einführung des DFB – Pokals 1953 war es bereits das fünfte Mal.


Der Titelverteidiger und Bundesligaaufsteiger Kickers Offenbach schied bereits in der ersten Hauptrunde gegen den Regionalligisten VfR Heilbronn aus.

Wie sich später herausstellte, ging im Abstiegskampf der Saison 1970/71 jedoch nicht alles mit rechten Dingen zu. Nachdem am letzten Spieltag der Abstieg der Kickers feststand, enthüllte Präsident Horst-Gregorio Canellas auf der Feier anlässlich seines 50. Geburtstages, dass bei einigen Spielen geschoben wurde. Um die Manipulationen nachweisen zu können, war Canellas zum Schein selbst auf Bestechungsangebote eingegangen und hatte dabei heimlich Tonbandaufnahmen erstellt. Der „Bundesligaskandal“ Canellas wurde vom DFB zunächst lebenslang für alle Ämter gesperrt. Zudem wurde den ohnehin abgestiegenen Kickers die Bundesligalizenz entzogen.

Aber es war ein schwerer Weg für die Bayern bis sie den fünften Titel hatten.
Am 12. Dezember 1970 trat der FC Bayern vor 34.000 Zuschauer im Kasseler Auestadion gegen den KSV Hessen Kassel an. Die Kasseler gingen zweimal in Führung, doch Gerd Müller glich zweimal aus. Endstand 2:2.So kam es am 23.12.1970 in München zum Wiederholungsspiel, durch zwei Treffer von Franz Roth und einem Eigentor von Heinrich Dittel gewann der FC Bayern 3:0 und stand im Achtelfinale.

Auch im Achtelfinale benötigten die Bayern zwei Spiele um ins Viertelfinale einzuziehen. In Kaiserslautern Endete die Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern durch ein Tor von Gerd Müller und einem Eigentor von Herwart Koppenhöfer nach Verlängerung 1:1. Das Rückspiel in München gewannen die Bayern durch einen lupenreinen Fünferpack von Gerd Müller mit 5:0.

Im Viertelfinale gewannen die Münchner gegen den MSV Duisburg mit 5:0 und im Halbfinale 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf.


Im Finale am 19. Juni 1971 im Stuttgart Neckarstadion trafen vor 71.000 Zuschauer die Bayern auf den 1. FC Köln, die Kölner hatten im Halbfinale den FC Schalke 04 3:2 besiegt.

Bei diesem Pokalwettbewerb musste in der ersten Hauptrunde im Wiederholungsspiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg zum erstmals ein Elfmeterschießen zur Entscheidung herangezogen werden, am 13.12.1970 trennten sich der VfL Wolfsburg und der FC Schalke 04 n. V. 2:2, das Wiederholungsspiel am 23. Dezember 1970 stand es 1:1 nach Verlängerung. Das Elfmeterschießen gewann Schalke mit 3:1.

Das Finale im Stuttgarter Neckarstadion gewann der FC Bayern n. V. durch Tore von Bernd Rupp 14. Minute; Franz Beckenbauer 52. Minute und Edgar Schneider 118, der in der 68 für Franz Roth ins Spiel kam mit 2:1.
In der Hauptrundes des Europapokal der Pokalsieger gewann Bayern beim TJ Skoda Pilzen 1:0 in München gab es ein 6:1 für die Bayern.

Achtelfinale: FC Liverpool – Bayern München 0:0, Bayern München – FC Liverpool 3:1.


Viertelfinale: Steaua Bukarest – Bayern München 1:1, Bayern München – Steaua Bukarest 0:0.

Im Halbfinale schieden die Bayern durch ein 1:1 im eigenem Stadion und ein 0:2 bei den Rangers aus Glasgow aus.

Der DFB – Pokal 1972 wurde erstmals in Hin- und Rückspielen ausgetragen. Im Viertelfinale kam es zu einer Neuauflage des DFB – Finales 1971 zwischen Bayern München und dem 1. FC Köln. Im Rückspiel mussten die Bayern gegen Köln die bis zu diesem Zeitpunkt höchste Niederlage von1:5 hinnehmen.

Pokalsieger wurde der FC Schalke 04 unter Trainer Ivica Horvat. In der Hauptrunde empfing im Hinspiel der FC Schalke 04 die Berliner Hertha und gewann durch Tore Rolf Rüssmann der von 1969 bis 1973 in 105 Liga – Spielen 10 Tore erzielte, Heinz van Haaren er bestritt von 1968 bis 1972 für Schalke 126 Bundesligaspiele und erzielte dabei 10 Tore sowie Klaus Fischer der von 1970 bis 1981 für die „Königsblauen“ in 295 Spielen 182 Tore erzielte, den Treffer für die Berliner zum 3:1 erzielte Lorenz Horr.

Im Rückspiel unterlagen die Schalker in Berlin der Hertha mit 0:3, doch die Partie wurde mit 2:0 für Schalke gewertet, da Berlin mit Zoltán Varga einen Spieler Einsetzte der nicht Spielberechtig war, Varga war Gegen Ende der Saison 1970/1971 in den Bundesliga-Skandal verwickelt.

Im Achtelfinale trat der FC Schalke zunächst in Düsseldorf an, hier trennte man sich 1:1, in Gelsenkirchen gewannen die Blau – Weißen gen die Fortuna aus Düsseldorf mit 2:1.


In Mönchengladbach trennten sich die Borussia und die Schalke im Hinspiel 2:2 das Rückspiel gewann Schalke durch ein Tor von Klaus Scheer mit 1:0.

Nach einer 4:1 Niederlagen im Halbfinale gegen den 1. FC Köln, gewann Schalke im Rückspiel nach Elfmeterschießen mit 6:5 und Traf im Finale auf den 1. FC Kaiserslautern.

Vor 61.000 Zuschauer im Niedersachsenstadion in Hannover gewannen sie durch Tore von Helmut Kremers 1:0 und 4:0 der nach dem Abstieg von Kickers Offenbach gemeinsam mit seinem Bruder Erwin Kremers nach Schalke kam. Klaus Scheer 2:0, Herbert Lütkebohmert 3:0 und Klaus Fischer 4:0 gegen die Buben aus der Pfalz mit 5:0 und holten nach 1937 zum zweiten Mal den Pokal nach Gelsenkirchen.
Im Europapokal der Pokalsieger schied Schalke im Viertelfinale gegen Sparta Prag aus.

Hennes Weisweiler holte mit Borussia Mönchengladbach in der Saison 1973 vor 69.600 Zuschauer im Düsseldorfer Rheinstadion durch ein 1:2 n.V. gegen den 1. FC Köln durch Tore von Herbert Wimmer 0:1, Herbert Neumann 1:1 und Günter Netzer der sich in der Verlängerung selbst einwechselte erzielte in der 94 Minute das 1:2.
Torwart Gerhard Welz hielt in der 58. Spielminute einen Elfmeter von Jupp Heynckes der in der 117. Ausgewechselt wurde, für ihn kam Uli Stielike.

Im Europapokal der Pokalsieger kam Gladbach bis ins Halbfinal und schied gegen AC Mailand aus.

1974 kehrte der DFB zur ursprünglichen Wettbewerbsform von nur einem Spiel zurück, wegen der Fußball – Weltmeisterschaft die in Deutschland stattfand wäre die Belastung bei Hin- und Rückspiel im DFB – Pokal für die Nationalspieler zu hoch gewesen.

Bei einem Unentschieden nach Verlängerung wurde jedoch weiterhin ein Wiederholungsspiel ausgetragen.


Dietrich Weise Trainer der Frankfurter Eintracht gewann 1974 mit den Hessen den DFB – Pokal. In der ersten Hauptrunde trat Frankfurt bei Tennis Borussia Berlin 8:1, im Achtelfinale kam es zwischen KSV Hessen Kassel und Frankfurt zum Hessenderby. Frankfurt gewann mit 3:2, im Viertelfinale schlug die Eintracht das Team aus Kassel n.V. mit 4:3 und im Halbfinale warf Frankfurt die Bayern mit 3:2 aus dem Wettbewerb, Titelverteidiger Borussia Mönchengladbach gehörte zu den Mannschaften, die nach einem Wiederholungsspiel ausschieden. Im Achtelfinale war aber zudem ein Elfmeterschießen notwendig, um dem Hamburger SV den Weg ins Finale zu ebnen. Da die deutsche Fußballnationalmannschaft bereits früh zum Trainingslager nach Malente berufen wurde, entschied der DFB, das Finale erst am Anfang der nächsten Saison nach der WM auszutragen.

Das Finale zwischen dem HSV und der Frankfurter Eintracht fand am 17. August 1974 vor 52.800 Zuschauer im Düsseldorfer Rheinstadion statt. Frankfurt gewann n. V. 1:3. Gert Trinklein, brachte Frankfurt in Führung, Ole Bjørnmose, glich aus, Bernd Hölzenbein der im WM – Finale gegen Holland in München einen Foulelfmeter für Deutschlandheraus holte, den Paul Breitner zum 1:1 verwandelte, brachte die Eintracht in der Verlängerung mit 2:1 erneut in Führung, bevor Klaus Beverungen der wenige Meter von der Glückaufkampfbahn in der Jugendabteilung des SV Gelsenkirchen-Hessler spielte, ehe er bis 1974 beim FC Schalke 04 spielte. Er wurde 1972 mit Schalke Vizemeister, doch die durch die Folgen des Bundesligaskandals zerfiel die Vizemeisterelf und in Schalke ging es in der Saison 1972/73 um den Klassenerhalt.

Beverungen half dabei in 18 Spielen und erzielte zwei Tore, Schalke landete auf dem rettenden 15. Rang. Nach vier Spielzeiten verabschiedete sich Beverungen am Schlusstag der Saison 1973/74 nach weiteren 21 Einsätzen mit drei Treffern aus Schalke und wechselte zu Eintracht Frankfurt, das 1:3 für die Eintracht erzielte.

Im Europapokal der Pokalsieger schieden die Frankfurter in der zweiten Runde gegen den späteren Europapokalsieger Dynamo Kiew aus.
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Thorsten Ottofrickenstein aus Menden (Sauerland) | 21.07.2015 | 21:56  
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