Das elfte Familientreffen des Schalker Golfkreises

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Spannend bis zum Schluss gestaltete sich der diesjährige Charity Golf-Cup des Schalker Golfkreises. Denn im Anschluss an die Ehrung der Sieger wurde das „eingespielte“ Ergebnis der Veranstaltung bekanntgegeben und ein Schecks an Sebastian Buntkirchen, Geschäftsführer der Stiftung Schalke hilft!, überreicht. Zur Scheckübergabe kam Ralf Fährmann vorbei und ein anonymer Spender rundete noch auf, so dass am Ende 115.000 Euro übergeben werden konnten. Foto: Gerd Kaemper
 
In diesem Jahr wurden erstmals alle Promis gemeinsam auf die Bühne geholt, wo sie sich für die versammelten Fotografen zum Gruppenbild postierten. Mit dabei waren natürlich auch Dauergäste wie Laurenz Meyer, Olaf Thon, Walter Stemberg, Jochen Behle, Gerald Asamoah, Thorsten Kinhöfer, Erdal Keser, Elmar Brandt, Rüdiger Abramczik, Rainer Bohnhof, Uli Stein, Jörg Wontorra und und und.....
 
Wie immer mit roten Schuhen präsentierte sich Moderator Wolfgang Trepper, doch Michael Holm lief ihm mit roten Schuhen, rotem Gürtel und rotem Tuch den modischen Rang ab.
 
Gerald Asamoah ist beim Get together immer ein gern gesehener Gast.
Gelsenkirchen: Veltins-Arena |

Die bisherigen zehn Charity Golf-Cups des Schalker Golfkreises hatten 830.200 Euro für den guten Zweck eingespielt. In diesem Jahr kamen bei der elften Auflage des Get together-Abends in der Veltins-Arena und dem Golftunier auf dem Gelände des Golfclub Haus Leythe noch einmal 115.000 Euro hinzu, so dass die Schalker Golfkreis-Familie um den Präsidenten Erwin Kremers nun sage und schreibe 945.200 Euro für die Unterstützung benachteiligter Kinder in Gelsenkirchen beitrug.

Es fehlt nicht mehr viel zur ersten Million!

Wie immer kamen die Gäste aus der ganzen Republik und sogar dem Ausland angereist, um die gute Sache des Schalker Golfkreises zu unterstützen. Oder wie Moderator Wolfgang Trepper es ausdrückte: „Es ist schön, dass Sie alle da sind und viel Geld hierlassen werden!“
Erwin Kremers, der Trepper als die „Mutter Teresa der Moderatoren“ titulierte, freute sich, dass die Gäste aus Hamburg, Köln, Düsseldorf, Mönchengladbach und, wie eine Dame dazwischen rief, aus Moskau angereist waren und erklärte: „Wir sind hier nicht weltfremd, auch aus Dortmund sind heute Gäste mit dabei.“
Der Präsident der Schalker Golfkreis-Familie dankte allen Anwesenden für ihre Unterstützung der guten Sache: „Das ist ganz großer Sport von Euch!“ Natürlich konnte sich Erwin Kremers einen kleinen Seitenhieb gegen sein Freund Wonti nicht verkneifen und erklärte: „Wir wissen ja dank eines Sprichwortes, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau steht. Das können mitunter auch mehrere sein, dafür ist Jörg Wontorra des lebende Beispiel.“

Ein großer Dank an alle Helfer, Unterstützer und Mitorganisatoren

Neben dem Schirmherrn der Veranstaltung Oberbürgermeister Frank Baranowski, der in Begleitung seiner Gattin Gudrun Wischnewski anwesend war, begrüßte Kremers auch den Präsidenten des Golfclub Haus Leythe Klaus Wittkowski und seine Gattin Marion. Für Moritz Beckers-Schwarz, dem vorsitzenden Geschäftsführer der FC Schalke 04 Arena Management GmbH, der mit seinem Team in diesem Jahr die Veranstaltung koordiniert und organisiert hatte, fand Kremers besondere Worte: „Moritz Beckers-Schwarz ist gerade Vater eines Sohnes geworden. Mutter und Kind geht es gut, ihm weniger, denn er war bei der Geburt dabei.“
Natürlich galt sein Dank auch dem Arena-Chefkoch Olaf Diekamp und seinem Team sowie dem Catering-Team für die hervorragende Bewirtung. Und nicht zuletzt dankte er seinen Unterstützern des Schalker Golfkreises und erklärte: „Liebe Familie, ich wünsche uns allen einen schönen Abend.“ Und den sollten die Gäste erleben.
Wolfgang Trepper gab einen kurzen Abriss über den Verlauf des Abends. Bei der Ankündigung der Verlosung wandte er sich an Gerald Asamoah mit den Worten: „Übrigens Gerald, es gibt wieder eine Heißklebepistole zu gewinnen. Dann hättest Du zwei, auch wenn Du noch nicht einmal weißt, was Du mit der ersten anfangen sollst.“ Asamoah trug es mit Fassung und ging am Ende bei der Verlosung sogar leer aus.
Ein kurzer Einspieler erinnerte an den DFB-Pokalgewinn des FC Schalke 04 im Jahre 1972. Trepper kommentierte die Bilder natürlich in seiner ureigenen Art. „Erwin und Helmut Kremers haben sich überhaupt nicht verändert in den 45 Jahren. Nur der Frisör hat sich das Leben genommen.“

Geballte Promi-Dichte auf der Bühne

Um keinen der besonders prominenten Gäste im Publikum zu vergessen, bat Trepper diese auf die Bühne, natürlich nicht ohne den ein oder anderen Seitenhieb dabei zu verteilen. Jochen Behle konterte auf die Frage, ob er auch am Golf-Cup teilnehmen würde, mit den ehrlichen Worten „ich versuchs“.
Uli Stein wurde gefragt, was er dachte, als er den HSV-Nachwuchs bei der U21-Europameisterschaft erlebt hat und erklärte: „Der HSV sollte mehr auf seine eigenen Talente zurückgreifen als teure Spieler einzukaufen.“

Wolfgang Trepper, wie man ihn kennt: Laut, bollerig und hoch aufgeregt

Richtig zum Zuge kam Wolfgang Trepper, als er über die Nachrichtenlage in der Welt herzog, das „Asi-TV“ auf den verschiedenen Privatsendern beleuchtete und auch die öffentlich-rechtlichen Sender nicht ungeschoren ließ: „Da gibt es eine Liveübertragung aus dem Zoo! Also wenn ich Tiere sehen will, dann gehe ich in den Zoo und schaue sie mir nicht im Fernsehen an!“
Für Trepper ist es eine Schande, dass „früher unser Familienlagerfeuer bei Wetten, dass....? stattfand und heute beim Dschungelcamp. Aber irgendwann müssen doch alle Känguru-Hoden mal gegessen sein.“ Und auch Dokus wie die von Michaela Katzenberger und Lukas Cordalis rund um deren Eheschließung und später die Geburt ihres Kindes fanden keinen Zuspruch. „Seien Sie doch mal ehrlich: Lukas Cordalis, das hört sich doch an wie eine schlimme Hautkrankheit. Und ich stelle mir immer vor, wie der Hautarzt das attestiert und sagt: Wenn wir das nicht behandeln kann es sich zu einer Costa Cordalis entwickeln!“
Er erinnerte auch an die Bilder von Jogi Löws Hand in der Hose und kommentierte: „Der hat sich an Stellen gekratzt, da ist seine Frau in 30 Jahren Ehe nicht hingekommen. Aber Lukas Podolski, der Weise unter den Fußballern, hat ihn in Schutz genommen und uns allen erklärt, dass sich 80 Prozent aller Männer am Sack kratzen. Da frag ich mich, was machen die anderen 20 Prozent? Sich waschen?“
In Sachen Olympia erinnerte er daran, dass wir „alle vier Jahre so tun, als hätten wir Ahnung und uns Sportarten im Fernsehen ansehen, die kein Schwein kennt. Da wird morgens um 4 Uhr Bogenschießen geguckt. Und es gibt für mich nach einem harten Arbeitstag kein Abendessen, weil meine Frau noch die Entscheidung beim Wettkampf Mountainbike-Buckelpiste der Herren zu Ende gucken muss.“

Olympia, Doping und die Ostblock-Staaten

Erstaunlich war für Trepper auch, dass im Zuge der Doping-Vorwürfe vor der letzten Olympiade plötzlich festgestellt wurde, dass Russland und andere osteuropäische Staaten vielleicht schon bei anderen Olympiaden ihre Sportler mit Doping behandelt haben. „Erinnern Sie sich noch an die 400- und 800-Meter-Läuferin Jarmila Kratochvílová? Nach deren Lauf musste die Tartanbahn ausgewechselt werden, weil sie wie ein Koloss aufstampfte und am Ziel standen drei professionelle Lassowerfer, um sie einzufangen, sonst wäre sie von München aus direkt bis nach Hamburg zum Traberderby durchgelaufen und hätte dort auch noch gewonnen. Aber das war natürlich kein Doping!“

Schalker Golfkreis-Award für Toni Schumacher

Die Laudatio für den diesjährigen Preisträger des Schalker Golfkreises hielt Peter Großmann, Sportmoderator des ARD Morgenmagazins. Oder wie Wolfgang Trepper ihn ankündigte: „Jemand, der viel Spaß verstehen muss und wer kann das besser als Peter Großmann, der BVB-Fan.“
Großmann freute sich, dass er die Laudatio halten durfte und bekannte, dass es ihm schwer falle so viele sportliche Erfolge und ein so großes soziales Engagement in fünf Minuten zu fassen. „Der zu Ehrende war zwei mal Deutscher Meister, einmal Türkischer Meister und gewann drei mal den DFB-Pokal. Mit der Nationalmannschaft wurde er Europameister und zwei Mal Vizeweltmeister. Ihn zeichnen ein unbändiger Wille, großer Ehrgeiz, seine Offenheit und die Tatsache, dass er keine Konflikte scheut besonders aus. Er spielte 422 Mal für einen Club, den er aber verlassen musste als er sein erstes Buch „Anpfiff“ veröffentlichte. Der FC Schalke 04 nahm ihn gerne auf und er spielte eine Saison für die Königsblauen, dieleider in dieser Saison in die zweite Liga abstiegen. Damals erklärte er, dass die Zeit auf Schalke ihn auf sein späteres Engagement in der Türkei vorbereitet habe. Er engagiert sich seit vielen Jahren sozial in der Mexiko-Stiftung, einem SOS-Kinderdorf in der Türkei, der DFB-Stiftung und anderen Bereichen. Jetzt hat er ein neues Buch veröffentlicht mit dem Titel „Einwurf“. Inzwischen wissen Sie sicherlich alle über wen ich hier rede: Es ist Toni Schumacher. Das einzige was mir an ihm nicht gefällt ist, dass er als Experte beim ZDF-Frühstücksfernsehen fungiert und nicht beim MoMa.“
Den Award überreichte Präsident Erwin Kremers an Toni Schumacher. Großmann befragte den sympathischen Ex-Torwart noch unter anderem danach, was er fühle, wenn die Fan heute über sagen würden „Du bist ja richtig nett“. Schumacher erklärte mit einem Lächeln: „Ich habe mich immer als super nett empfunden. Aber ich bin mir bewusst, dass ich immer extrem ehrgeizig war. Wenn nun heute jemand sagt, dass ich heute nett bin, der sagt dann auch, dass ich früher ein Arsch war.“
Zu seinem sozialen Engagement kam er durch Egidius Braun: „Er erklärte uns, dass wir viel mitnehmen wollen, am besten den WM-Pokal, aber auch etwas da lassen sollten. Damit hat er mich sensibilisiert und das hält bis heute an. Mit dem Pokal hat es dann nicht geklappt, aber wir haben tatsächlich etwas Bleibendes hinterlassen: Die Mexiko-Hilfe, die noch heute existiert. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man helfen kann. Und da wir auf der Sonnenseite des Lebens stehen, tut es gut jemandem zu helfen, dem es weniger gut geht.“

Tolle Verlosungs-Preise und eine Versteigerung

„Können Sie noch einen Moment zuhören, ehe die Verlosung beginnt und alle durchdrehen?“ richtete sich Wolfgang Trepper ans Publikum, weil es zuerst galt ein VIP-Logen-Ticket für sechs Personen für das Konzert von Helene Fischer am 3. Juli 2018 zu versteigern. Am Ende wurde es für 3.000 Euro an den Mann gebracht, die nun in den Gesamt-Erlös des 11. Schalker Golfkreis Charity-Cup einfließen und bedürftigen Kindern zugute kommen.
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