Ditib-Gemeinde wehrt sich gegen Spitzelvorwürfe - Ditib in Gladbeck möchte für Toleranz und Respekt stehen

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Nadir Kahraman, Vorsitzender der türkisch-islamischen Gemeinde.
Gladbeck: Moschee |

Butendorf.Im Zuge der derzeitig gegen den Ditibverein laufenden Durchsuchungen aufgrund der Bespitzelungsvorwürfe, nimmt jetzt Nadir Kahraman, der Vorsitzender der türkisch-islamischen Gemeinde Stellung.


In einem offenen Brief schreibt er: "Derzeit dreht sich in den Medien die Berichterstattung um die Frage, ob Ditibmitarbeiter Spitzeldienste für türkische Behörden geleistet und über sogenannte „Gülenanhänger“ berichtet haben. Wir als Ditibgemeinde Gladbeck können selbstverständlich nur für unsere Gemeinde und unsere Gemeindemitglieder Erklärungen abgeben.

Für den Bereich unserer Ditibgemeinde verhält es sich so, dass kein entsprechender Aufkärungsauftrag von unserem Dachverband an uns gerichtet worden ist. Wir hätten einen entsprechenden Auftrag auch direkt abgelehnt, weil dieser mit unseren Leitlinien und unserer Auffassung von Toleranz nicht zu vereinbaren ist.

Wir ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder plädieren nach wie vor für die Integration aller hier lebenden Menschen, für den Frieden und die Brüderlichkeit untereinander. Wir stehen für Toleranz und Respekt gegenüber allen Gladbeckerinnen und Gladbeckern ein und empfinden unsere Nachbarn, Kollegen und Besucher als Freunde. Auch und gerade in der Religion suchen wir das Einende und nicht das Trennende.

Wir lehnen Hass auf Andersdenkende, antidemokratisches Verhalten, Bespitzelungen und Gewalt in jeder Form ab.
Wir möchten noch einmal die Einladung an Sie alle aussprechen, dass wir Ihnen nicht nur am Tag der offenen Moschee für Gespräche, Besichtigungen und Begegnungen zur Verfügung stehen, sondern an 365 Tagen im Jahr."
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