"ZBG" fand Lösung: Neue Müllsammelplätze werden in Gladbeck nicht nötig

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Auch weiterhin wird der "Zentrale Betriebshof Gladbeck" über einen modernen Fuhrpark verfügen. In den nächsten Jahren dürfte dabei aber nun wohl der Erwerb von kleineren Müllfahrzeugen im Mittelpunkt des Interesses stehen. (Foto: Zentraler Betriebshof Gladbeck)
Gladbeck: Zentraler Betriebshof Gladbeck |

Gladbeck. Aufatmen dürfen nun viele Gladbecker Haushalte: Die Einrichtung von rund 150 weiterer so genannter "Müllsammelplätze" im gesamten Stadtgebiet wird nun doch nicht erforderlich sein.

Dabei stand die Einrichtung solcher Plätze kurz bevor, denn eine Neuregelung der Berufsgenossenschaft sagt aus, dass Fahrer großer Müllfahrzeuge ihre Wagen nicht mehr rückwärts fahren dürfen. In Gladbeck indes gibt es eine Vielzahl von Wohn- und auch Spielstraßen, in die große Müllfahrzeuge zwar vorwärts hineinfahren können, es aber an einer Wendemöglichkeiten für die Lkw mangelt. Somit wären die "Müllsammelplätze" erforderlich geworden, was gleichzeitig den Verlust von hunderten Parkplätzen in Wohngebieten bedeutet hätte.

SPD-Ratsherr Klaus Omlor (Vorsitzender des städtischen Umwelt- und Betriebsausschusses) ist davon überzeugt, dass die ursprünglich geplante Neuregelung in den teilweise sehr dicht besiedelten Wohngebieten unweigerlich zu großen Problemen sowie Nachbarschaftsstreitigkeiten geführt hätte. Zumal die Neuregelung auch eine Abkehr von dem jahrzehntelang eingespielten Müllabfuhr-Verfahren bedeutet hätte.

Doch den Verantwortlichen in den Reihen des "Zentralen Betriebshofes Gladbeck" (ZBG) ist es nun offenbar gelungen, ein Modell zu entwickeln, dass den Vorgaben der Berufsgenossenschaft entspricht, also Rückwärtsfahrten vermeidet. Erreicht werden soll das Ziel durch den Einsatz kleinerer Müllfahrzeuge.

"Soweit schon Sammelstellen eingerichtet werden mussten, wie zum Beispiel an der Taunusstraße, Enfieldstraße und Unverhofft, werden sie wieder abgeschafft," freut sich Klaus Omlor. Omlor schränkt allerdings ein, dass aus technischen Gründen vereinzelte Ausnahme noch nicht ganz ausgeschlossen werden könnten.

Der SPD-Ratsherr gesteht auch ein, dass die Neuerung Mehrkosten mit sich bringen wird. Diese Kosten würden aber den Gebührenzahler nur gering belasten. Die Vorteile des Einsatzes der neue Fahrzeuge und die Vermeidung von Sammelstellen würden jedoch der gesamten Gladbecker Stadtbevölkerung zugute kommen.

Und im Namen der SPD bedankt sich Omlor daher bei den ZBG-Verantwortlichen für "diese kreative Lösung".
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2 Kommentare
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Robert Giebler aus Gladbeck | 15.09.2017 | 17:52  
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 15.09.2017 | 18:47  
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