"Dreißig Minuten auf die Fresse": "Teutonic Slaughter" stellen ihr Debütalbum vor

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Martialische Szenerie: Das Artwork zu „Witches Rock‘n‘Roll“ stammt aus der Feder eines Detmolder Künstlers. (Foto: Privat)
Gladbeck: Stadtgebiet | Die teutonische Hexe? Soll in der Hölle brennen. So jedenfalls heißt es in einem der griffigsten Songs der Gladbecker Thrash-Metal-Band „Teutonic Slaughter“, die am 16. Januar ihr Debütalbum „Witches Rock‘n‘Roll“ veröffentlichten.

„Klar, die Texte sind frei erfunden, in erster Linie sollen sie Spaß machen“, lacht Philip Krisch, Frontmann der Teutonen. „Mir ist schon klar, dass Hexenverbrennung nicht unbedingt in aktuelle politische Debatten passt, aber das ist okay.“ „Teutonic Slaughter“, das merkt man nach wenigen Takten, sind sich stilistisch treu geblieben und präsentieren auf ihrem gut halbstündigen Erstwerk Thrash Metal der alten Schule:
Kreischende, verzerrte Gitarren schreddern in irrem Tempo durch die Songs, Schlagzeug und Bass poltern und dröhnen mit. Dazu schreit Krisch auf klassischerweise ziemlich unmelodische Weise ins Mikrofon, so dass der ungeübte Hörer meinen könnte, hier laufe etwas schief.

Das Rad nicht neu erfinden


„Klar, die Musik ist aggressiv“, räumt Bassist Fabian Kellermann ein. „Dreißig Minuten auf die Fresse, das ist das Konzept. Aber eben auch nur ein Stilmittel. Wir sind insgesamt ziemlich ausgeglichen.“ Seit den achtziger Jahren ist Thrash Metal auch aus dem Ruhrgebiet nicht mehr wegzudenken. Mit „Sodom“ und „Kreator“ sind zwei internationale Szenegrößen im Revier verwurzelt, sie spielten harte Musik, die zuweilen auch sozialkritische Töne anschlug und so zur Jugendkultur wurde. „Als hier in der Gegend die Zechen zu schließen begannen, war natürlich eine Menge Frust da“, erläutert Krisch. „In der Zeit sind hier viele Bands gegründet und Alben gemacht worden. Mit unserer Musik wollen wir da einfach anschließen und nicht das Rad neu erfinden.“ Mittlerweile investieren die vier jungen Musiker jeweils rund zehn Stunden pro Woche in die Band. Und das zahlt sich aus, wie ihre Konzertbilanz verrät. „Zwölf Konzerte in drei Monaten - das ist schon einiges, da wird man souveräner und auch technisch einfach besser“, resümiert Kellermann. So ist es nicht verwunderlich, dass sich das Quartett über eine treue Hörerschaft freuen kann. Die Konzertsäle sind zwar nicht die größten, dafür aber in der Regel bis auf den letzten Quadratzentimeter gefüllt mit langhaarigen Metal-Fans.

„Metal in Mitte“ am 24. September


Auch das Gladbecker Mini-Festival „Metal in Mitte“ lockte im September vergangenen Jahres 150 Besucher in den „Dröhnschuppen“. Für 2016 ist eine Fortsetzung unter gleichem Titel geplant. Am 24. September werden „Teutonic Slaughter“ dem Gladbecker Publikum einheizen. Was bis dahin ansteht? „Ganz klar“, sagt Krisch abschließend, „neue Songs schreiben, Mucke machen!“
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