Experte informiert Ausschuss: "Wahnsinnige Entwicklung" bei der Inklusion"

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Haltern. Mit dem Leitenden Schuldirektor Uwe Eisenberg begrüßte der Schul-, Sport- und Kulturausschuss am Dienstagabend den Inklusions-Experten der Bezirksregierung. Denn Eisenberg verantwortet die Umsetzung der Inklusion im Regierungsbezirk Münster. In seinem Statement erklärte er, dass es in den letzten Jahren bei diesem Thema eine „wahnsinnige Entwicklung“ gegeben habe.

Denn vor sechs Jahren lag die Inklusionsquote in Bereich der Sekundarstufe I noch bei fünf Prozent, aktuell liegt sie bei 50 Prozent. Dazu Eisenberg: „Es geht ein Ruck durch die Schullandschaft, wir sind alle gefordert, diese Aufgabe gemeinsam zu meistern.“
Dazu gehört auch, dass es vier Schulen für das gemeinsame Lernen geben wird. Das sind in Haltern am See für die Grundschulen die Martin-Luther- und Silverbergschule, in der Sekundarstufe I die Joseph-Hennewig-Hauptschule und die Alexander-Lebenstein-Realschule.

Beim Thema Inklusion nicht in Aktionismus verfallen


Für das Schuljahr 2015/16 wird damit gerechnet, dass acht Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf von der Primar- in die Sekundarstufe wechseln werden. Wo sie dann beschult werden, soll nach Eisenbergs Worten im Januar entschieden werden. Entscheidungskriterien seien dafür Elternwunsch, Freunde der Kinder, die Frage nach Geschwisterkindern und die Wohnortnähe.
Die Frage, wie es zu lösen sei, wenn nicht in allen Ortsteilen Grundschulen Orte des gemeinsamen Lernens sind, beantwortete Eisenberg damit, dass die derzeit vorhandenen Ressourcen nicht ausreichen würden, alle Schulen entsprechend auszustatten. Deshalb müssten betroffene Eltern und Kinder gegebenenfalls gebeten werden, zu einer anderen Grundschule zu wechseln, um die notwendige Förderung zu bekommen.
Grundsätzlich riet der Vertreter der Bezirksregierung bei Thema Inklusion nicht in Aktionismus zu verfallen. „Wir sollten gemeinsam in Ruhe schauen, wie wir das umsetzen können, wir müssen ebenso die Hilfen abwägen, ob sie wirklich notwendig sind.“ Damit sprach er auch an, dass nach seiner Ansicht sehr genau abgewogen werden sollte, ob immer wieder Integrationshelfer engagiert werden müssten. Er schlug in diesem Zusammenhang vor, eine Pool-Lösung mit anderen Städten in Erwägung zu ziehen.
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