Blitzmarathon ist zu Ende - Polizeipräsidium Recklinghausen zieht Bilanz

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Kreis/Haltern. 16 Stunden lang, seit morgens 6 Uhr, haben die Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Recklinghausen am Donnerstag (21.4.) an den 92 Messstellen im Kreis die Geschwindigkeit kontrolliert (2015= 72 Messstellen). 8910 Fahrzeuge wurden gemessen (2015= 10.400 Fahrzeuge), davon waren 324 zu schnell unterwegs (2015=391). Im Vergleich zu der Anzahl der gemessenen Fahrzeuge wurden somit weniger Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, als beim letzten Blitzmarathon im April 2015.

In Haltern am See kontrollierte die Polizei an 9 Messstellen insgesamt 2578 Fahrzeuge. 112 Fahrzeuge waren dabei mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs. Vor allem an der Annabergstraße gingen den Beamten bei 39 Kontrollen 14 Temposünder ins Netz. Die meisten Kontrollen gab es an der Recklinghäuser Straße bzw. am Flaesheimer Damm. Hier wurden 2060 Fahrzeuge kontrolliert, bei 84 zeige der Tacho eine überhöhte Geschwindigkeit an. Unrühmlicher Spitzenreiter war an der Messstelle ein Verkehrsteilnehmer, der statt der erlaubten 50km/h mit 90km/h unterwegs war.
Die zu hohen Geschwindigkeiten beim Blitzmarathon wurden mit Verwarngeldern und Ordnungswidrigkeitenanzeigen geahndet. Auch Punkte wurden fällig.
Trauriges "Highlight" war heute Morgen ein 32-jähriger Mann aus Herten, auf der Westerholter Straße, der nicht nur deutlich zu schnell unterwegs war (69 km/h bei zulässigen 50 km/h) - der Fahrer stand nach ersten Erkenntnissen auch unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Erst im letzten Moment reagierte der Fahrzeugführer auf die Anhaltezeichen des Polizeibeamten und bremste seinen Pkw ab. Dem Beschuldigten wurde in der Polizeiwache eine Blutprobe entnommen. Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass die Fahrerlaubnis des Herteners bereits wegen eines zurückliegenden Verkehrsdeliktes entzogen wurde. Auf den Hertener wartet eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen des Fahrens unter Drogeneinfluss.
Gar nichts verstanden hat ein 46-jähriger Schermbecker, welcher in Castrop-Rauxel in einer 30er-Zone mit 66km/h gemessen wurde und somit mehr als doppelt so schnell fuhr als erlaubt. Dieser war so uneinsichtig, dass er mit 59km/h von der Messstelle wegfuhr und dabei abermals gemessen wurde. Ihn erwarten jetzt mindestens 4 Wochen Fahrverbot, 2 Punkte und eine saftige Geldbuße.
Einsatzleiter Laschinski zieht insgesamt ein positives Fazit: "In vielen regionalen und überregionalen Medien wurde in den vergangenen Tagen intensiv über das Thema Blitzmarathon und über die Gefahr, die in der Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit liegt, berichtet. In vielen dieser Berichte ist das Leid, das schwere Verkehrsunfälle oft hinterlassen, zum Ausdruck gekommen. Wenige Sekunden, vielleicht ein paar Stundenkilometer zu schnell, können das Leben vieler Menschen verändern. Wir hoffen, dass dieses Thema auch bei den 324 Verkehrsteilnehmern angekommen ist, die heute immer noch zu schnell unterwegs waren."
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