"Hofgeflüster": Besuch beim Bauern

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Warum die Aktion "Hofgeflüster" heißt, ist nicht ganz klar: So richtig leise war es in den Schweine- und Kuhställen nämlich nicht. Stattdessen gab es jede Menge Eindrücke und Fakten, mit denen die lokalen Landwirte das Vertrauen bei den Verbrauchern stärken wollen.

Wo kommt eigentlich mein Schnitzel her? Nachdem in der Vergangenheit immer wieder Fleischskandale für Unruhe gesorgt hatten, wollten 34 Betriebe im ganzen Vest beweisen, dass sie nichts mit jenen Gammelfleischverkäufern und Tierquälern zu schaffen haben, die hinter den Negativschlagzeilen stecken. Einen Tag lang öffneten sie ihre Hoftüren im Rahmen der Aktion "Hofgeflüster" für die Öffentlichkeit. Unter den Teilnehmern waren auch sieben Halterner Betriebe, die vor allem im Bereich Tiermast und Milchviehhaltung arbeiten.

Die Besucher konnten in die Ställe schauen, sich Rundgängen anschließen und jede Menge Fragen stellen. Dabei mussten sich die Landwirte den unterschiedlichsten Nachfragen stellen. Von der Ernährung der Tiere, die Nachzucht und Schlachtung, bis hin zu technischen Fragen, hygienischen Details und medizinischen Fragen reichte die breite Palette an Gesprächsstoff.

Das Vorwissen der Besucher war ebenfalls unterschiedlich: Einige hatten recht romantische Vorstellung vom Leben auf dem Bauernhof, andere hatten sich besonders im Rahmen der Fleischskandale informiert und waren sehr kritische Gesprächspartner für die Bauern. "Wir haben nichts zu verbergen", war das Motto der teilnehmenden Landwirte, und so gingen viele Besucher ein Stück beruhigter nach Hause.

Eines wurde aber auch klar: Strenge Richtlinien, artgerechte Haltung und hochwertige Futtermittel sind nicht ohne Kosten zu haben. "Gutes Fleisch hat seinen Preis", war eine oft betonte Wahrheit.
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