224 Bürger/innen sind (laut Unterschriftenliste) gegen die geplante Ortskernbebauung

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Die Abbildung zeigt eine Animation des beauftragten Architekturbüros. (Foto: privat)

Der Protest der Kritiker der geplanten Ortskernbebauung in Hamminkeln geht weiter: Am 29. Februar hat Oliver Eichelberg sechs weitere Listen mit Unterschriften von 116 Hamminkelner Bürgern, die sich den vorgebrachten Anregungen und Bedenken anschließen, an Bürgermeister Bernd Romanski übergeben. Zusammen mit den bereits übergebenen Listen sind es jetzt 224 Bürger, die eine Änderung der vorliegenden Planung für notwendig halten.

Die Bürgerinitiative betont nochmal ausdrücklich, dass sie eine Bebauung der Freifläche im Interesse der Attraktivität des Ortskerns grundsätzlich begrüßt. In den vorliegenden Entwürfen werden jedoch einige Anregungen und Bedenken angemeldet.

Beanstandet und negativ beurteilt werden die Höhe und die Wucht der Baukörper. "Die Gebäude passen deshalb nicht in die vorhandene Umgebung; sie stören die Homogenität des vorhandenen Ortsbildes", so die Kritiker. Man halte es deshalb "für notwendig, die Gebäudehöhe von vier Geschossen um 1 Vollgeschoß auf drei Geschosse zu reduzieren".

Das Gebäude an der Blumenkamper Straße halte die Bauflucht zum Gebäude der Verbands-Sparkasse nicht ein und müsse zurück genommen werden. Der Bürgersteig davor solle wegen der Schaufensterfront wenigstens 2,50 Meter betragen.

Verkehrsplanung und Parkplätze

Falls die vorliegenden Gebäudeplanungen und die Erweiterung des REWE-Marktes realisiert werden, entstehen hier 1.475 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsflächen und 390 Quadratmeter neue Büroflächen. Die Parkplätze würden dann aber nur um 25 Stellplätze auf dann 101 Parkplätze erweitert. Die Parkplätze in den Tiefgaragen sind für die Wohnungen in den beiden Häusern sowie das Bedienungspersonal vorgesehen.
"Deshalb sollte untersucht werden, ob die Verkehrssicherheit noch gegeben ist, wenn die Kunden hinter ihrem Fahrzeug auf der Straße stehend aus dem Einkaufswagen den Kofferraum ihres PKW beladen", formuliert die Bürgerinitiative.

Zudem sei der Sicherheitsaspekt bei einer Umgestaltung laut vorliegendem Plan nicht gewährleistet - vor allem, weil Passanten die Gehwegseite wechseln müssten.

Resumee

Die vorliegende Planung ist städtebaulich noch zu optimieren. Die Gebäudevorhaben halten wir für überdimensioniert. Sie fügen sich nicht harmonisch in die nähere Umgebung ein.

Da die städtebauliche Gestaltung Auswirkungen auf das Stadtbild insgesamt hat, wird dadurch die Attraktivität des Ortes insgesamt betroffen.
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