Aktuelle Hamminkelner Vorwahlkampfposse: CDU im Clinch mit Pro Mittelstand

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Zwei im Clinch: Roswitha Bannert-Schlabes (Foto: ErPo) und Bernd Romanski (Foto: PeK).

Die Werbephase im Vorfeld der Hamminkelner Bürgermeisterwahl zeigt erste Anzeichen einer Posse. So wird die Diskussionsveranstaltung des jungen Vereins Pro Mittelstand heute Abend ohne die CDU-Kandidatin Roswitha Bannert-Schlabes stattfinden.

Die CDU gab sich pikiert und vermutet Absprachen zwischen SPD und Pro Mittelstand vor der geplanten Kandidatenrunde. Parteichef Norbert Neß formulierte in einem Schreiben an den Vorsitzenden Walter Münnich, dass „Roswitha Bannert-Schlabes nicht an von Ihnen organisierten Veranstaltungen teilnehmen wird. (...) Trotz Ihrer Beteuerungen können wir nicht davon ausgehen, dass ein fairer Umgang mit unserer Kandidatin zu erwarten ist“.

Eine Pressemitteilung vom 29. Januar lasse Anderes vermuten. Neß zitiert: „Die CDU Hamminkeln wird die negativen Konsequenzen dieser Entscheidung zu spüren bekommen.“ In einem internen Schreiben an die Mitglieder der MIT seien „unverschämte Formulierungen“ wie „Hampelmann“, „Total-Ausfall“ oder „Verrat“ gewählt worden.

Das nimmt Norbert Neß nicht hin: „Viele Frauen und Männer engagieren sich in den Gremien der Stadt zum Wohle unserer Stadt. Sie investieren ihre Freizeit, um ehrenamtlich die Entscheidungen vorzubereiten, abzuwägen und letztlich zu treffen, die für Hamminkeln wichtig sind. (...) Mit Blick auf Ihre bisherigen Verlautbarungen und Ihr Verhalten stellen wir fest, dass die CDU sich nicht daran beteiligen wird, die Suppe auszulöffeln, die Sie eingebrockt haben.“

Die Einladung der Presse zur gestrigen Kandidatenrunde stehe in Widerspruch zur Ankündigung (Mail vom 3. März), die Veranstaltung sei „begrenzt auf die Mitglieder unseres Vereins“. In einer „Nacht- und Nebelaktion“ sei der Moderator für die Veranstaltung gewechselt worden - ohne Absprache mit der CDU-Kandidatin.

Neß‘ Vorwurf: „Das damit möglicherweise einhergehende Kalkül, unsere Kandidatin vorzuführen (...), wird nicht aufgehen. Die CDU macht sich nicht zum Steigbügelhalter persönlicher Rachegelüste. Deshalb spielen wir zu Ihren Spielregeln nicht mit.“

SPD-Kandidat Bernd Romanski, der die Gelegenheit heute Abend zur Selbstdarstellung nutzen will, wirft der CDU und ihrer Kandidatin schlechten Stil vor. Er habe den Eindruck, man weiche kritischen Diskussionen aus, ist in der Tagespresse zu lesen.

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Helmut Buteweg aus Wesel | 05.05.2015 | 13:33  
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