Hamminkeln Abwasser-Klärung - Teil 2 -

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(Foto: Rike/pixelio.de)
Die übernächste nordwestlich von Hamminkeln gelegene Nachbarstadt Emmerich ist vor ca. 10 Jahren gemeinsam mit Gelsenwaser AG für die Betriebsführung des Abwasserbereichs eine strategische Partnerschaft eingegangen.
Gelsenwasser hat 4,3 Mio. Euro für eine 49,9 %-Beteiligung zuzüglich einer Startinvestion eingebracht.
In den letzten 10 Jahren soll die Abwasserinfrastruktur auf einen guten technischen Standart gebracht worden sein. Die Abwasserbeseitigungsgebühr beträgt in Emmerich 2,85 €/cbm.

Warum haben der Bürgermeister und die Ratsmitglieder nicht zuerst den Kontakt mit den Betuwe-Kollegen aus Emmerich gesucht und sich von denen über die Umstände und das Kosteneinsparpotential anhand tatsächlicher Erfahrungen und erreichter Zahlen informieren lassen?

Warum lässt man sich eine aus Allgemeinplätzen bestehende Powerpoint-Präsentation der Rechtsanwaltsgesellschaft Kulka+Ketteler+Palmen+Welmans, die dann -mangels eigener Kompetenz- auch noch BPG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hinzuziehen muss, als Entscheidungsgrundlage vorführen?

Es kann doch wohl nicht sein, dass nur ca. 40 kaum halbbeschriebene Seiten die erbrachte Leistung für eine in nichtöffentlicher Sitzung am 25.9.2014 erteilte Auftragsvergabe sind.

Zu der Rechtsanwaltsgesellschaft KKPW gehört auch der ehemalige Stadtdirektor von Emmerich Kulka; in der vorgeführten Präsentation gibt es keinerlei Bezug auf Emmericher Erfahrungen.
Über andere Städte wie Bremerhaven, Goslar u.a., die ebenfalls Partnerschaften eingegangen sind, ebenfalls kein Wort und keine Zahl in Euro.

Da wäre doch ein kollegialer Erfahrungsaustausch mit Emmerich, mit dem dortigen Team der Technischen Werke, mit den Herren Antoni und Dr. Wachs erhellender und vor allem hinsichtlich der Zahlen konkreter gewesen.

Die technischen Werke Emmerich machen jedes Jahr einen Gewinn von ca. 1,5 Mio €, zahlen ca. 500 T€ Körperschaft- und Gewerbesteuer.
Da wäre es doch interessant zu wissen: welche Investitionen wurden gemacht, welcher technischer Standart liegt vor, wie ist die Kostenbelastung und -entwicklung für Bürger einzuschätzen, welche Auswirkungen für das Personal sind festzustellen.
Wo genau liegen Kosten-, Investitions- und Finanzierungsvorteile?
Kann trotz zusätzlicher Belastungen mit Umsatz-, Körperschaft- und Gewerbesteuer ein Plus für die Bürgerschaft erzielt werden?

Da gibt es die praxisnahe Auskünfte, die für Entscheidungen wichtig sind, statt eine überteuerte Studie befreundeter Rechtsanwälte einzuholen.

Oder will da jemand zukünftig mit denen enger zusammen arbeiten???

http://www.derwesten.de/staedte/emmerich/zehn-jahr...
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3 Kommentare
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Matthias Holtkamp aus Hamminkeln | 31.01.2015 | 19:23  
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Karl-Hermann Hecheltjen aus Hamminkeln | 31.01.2015 | 19:40  
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Jörg Adams aus Hamminkeln | 02.02.2015 | 09:56  
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