Serie "Die Stadt macht's" (5): Sperrmüll - es gibt viel zu tragen

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Adam Pakula und Frank Felde „An der Windmühle“. Foto: Pielorz
 
Elektroartikel haben hier nichts zu suchen. Sie bleiben liegen wie hier „Im Welperfeld“. Foto: Pielorz
Hattingen: Stadtbetriebe |

In unserer Serie "Die Stadt macht's" geht es diesmal um Sperrmüll und was es alles zu beachten gibt. Vier Tage in der Woche holt der große Wagen den Müll der Hattinger Bürger ab. Jeden Freitag aber wird er umgebaut und dann fahren Adam Pakula und Frank Felde Sperrmüll.

Frank Felde ist schon seit über dreißig Jahren bei der Stadt Hattingen im Dienst. Sperrmüll hat er auch früher gefahren. „In den achtziger Jahren, da haben wir viel Sperrmüll abgeholt. In Spitzenzeiten waren das auch schon einmal dreißig Tonnen in der Woche. Dann wurde das weniger. Doch seit dem 1. Januar 2016 kann man Sperrmüll über die Stadt wieder kostenlos abholen lassen und das ist dann wieder stark gestiegen. Heute kommen wir auch wieder locker auf 25 Tonnen pro Woche“, berichtet er. In der Regel handelt es sich dabei um Möbel, die die Bürger loswerden wollen. „Aber wir haben auch schon Tierkäfige und sogar Krücken gefunden“, berichtet Frank Felde.
Vier Sperrmüllfahrzeuge sind im Dienst der Bürger unterwegs. Zusätzlich gibt es einen Wagen, der Elektro-Schrott abholt. Auch dieses Angebot ist kostenlos, muss aber genau wie Sperrmüll angemeldet werden. Cornelia Kehrmann von der Stadt weiß: Das ist nicht immer einfach. „Wenn die Bürger sehr viel entsorgen wollen, dann kommt es zu Wartezeiten. Nicht jeder kann dann seinen Wunschtermin bekommen. Wir haben teilweise dreißig Sperrmüllanfragen pro Tag und die meisten wollen mehrere Teile entsorgt haben. Wenn in einem Monat Feiertage auf einen Donnerstag fallen, wie jetzt im Mai, dann verschiebt sich die Müllabfuhr auf den Freitag. Das bedeutet, dass weniger Sperrmülltermine angeboten werden können. Eine Anmeldung ist nur schriftlich möglich. Das geht online, per E-Mail oder natürlich auch persönlich bei uns in der Engelbertstraße 3 bis 5 täglich ab 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr, freitags bis 12 Uhr. Ganz wichtig ist es für uns, dass die Anzahl der abzuholenden Teile angegeben wird. Wir stellen ja Dienstrouten für die Fahrer zusammen und wenn wir nicht wissen, wie viele Teile an den einzelnen Standorten eingesammelt werden müssen, dann ist der Wagen voll und die Route kann nicht komplett gefahren werden. Deshalb ist es auch keine gute Idee, Sperrmüll, den man selbst nicht angemeldet hat, einfach beim Nachbarn dazu zu stellen. Und wer zum Beispiel eine Küche entsorgen möchte, der muss sowohl Sperrmüll als auch Elektro-Müll anmelden. In der Sperrmüll-Sammlung darf kein Elektro-Müll abgeholt werden, weil dieser gesondert entsorgt werden muss. Bei kleinen Elektroartikeln rate ich auch dazu, diese kostenlos am Recycling-Hof, Am Walzwerk 45, abzugeben. Dies ist möglich am Montag und Freitag von 12 bis 17 Uhr und am Samstag von 8 bis 13 Uhr“. Manchmal macht es auch Sinn, wenn Geräte nicht kaputt sind, über die Flüchtlingshilfe nachzufragen, ob diese nicht noch genutzt werden können.

Anzahl der Sperrmüll-Teile angeben

Für Frank Felde ist noch etwas wichtig: Der Sperrmüll darf zwar den Gehweg nicht zumüllen, sollte aber am Straßenrand deponiert und gebündelt werden (lose Bretter beispielsweise) und von zwei Personen getragen werden können. „Wir können mit dem Müllfahrzeug nicht überall genau ranfahren. Das bedeutet für uns, dass wir viel tragen müssen. Und der Bürger sollte darauf achten, wirklich nur Sperrmüll dort liegen zu haben. Alles andere dürfen wir nicht mitnehmen und müssen es liegen lassen.“ Deutlich wird jedenfalls: Die Männer haben echt viel zu schleppen und da wäre es wirklich prima, wenn die Sperrmüllstücke „tragegerecht“ abgestellt würden.
Übrigens: Wenn Frank Felde oder ein anderer Fahrer noch ein brauchbares Stück entdeckt, mitnehmen für sich selbst dürfen sie es nicht. „Sobald das als Sperrmüll an der Straße liegt, ist das städtisches Eigentum. Nehmen wir das für uns weg, ist das Diebstahl.“
Der Sperrmüll wird im Müllwagen zerkleinert. Ist der Wagen voll, so fährt er in der Regel zur Deponie nach Witten-Stockum. Dort erfolgt die Ablagerung und auch die Weiterverarbeitung.
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