Seit fünf Jahren hilft "Merlin" Kindern in Not

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Klaus Blümer ist zweiter Vorsitzender des Vereines "Merlin" in Hattingen
Hattingen: Merlin |

2009 wurde durch Hella Maas in Hattingen der Verein „Merlin“ gegründet. Jetzt kann der Verein auf aktive fünf Jahre zurückblicken, hat in Hattingen vielen Kindern geholfen und will dies auch weiterhin tun. Dafür allerdings werden Paten und Geld benötigt.

„Hattingen ist eine kleine und überschaubare Stadt. Aber Not gibt es hier auch“, so Klaus Blümer, 2. Vorsitzender des Vereines. „Krankheit, Arbeitslosigkeit, Trennung der Eltern, aber auch kinderreiche Familien oder solche aus anderen Ländern der Erde, die nach Hattingen kommen, führen oft dazu, dass Kinder nicht die Förderung erhalten, die sie brauchen. Dabei können wir helfen.“
Dabei sind es vor allem drei Schwerpunkte, bei denen der Verein hilft. Zum einen kann man einem Kind Zeit schenken und eine Patenschaft übernehmen. Hier ist das Kind in der Regel im Kindergarten- oder Grundschulalter und baut eine beziehung zu seinen Paten auf. Diese haben auch untereinander Kontakt und treffen sich. „Wir haben etwa zwanzig Paten, mal mehr, mal weniger. Und wir hätten gern noch mehr aktive Menschen, die sich solch eine Beziehung zu einem Kind vorstellen können.“
Ein zweiter Schwerpunkt steht unter dem Aspekt „Bildung.“ Hier geht es um finanzielle Hilfen für Kinder, beispielsweise durch den Besuch einer Musik- oder Kunstschule, durch punktuelle Nachhilfe in der Schule, Schwimmkurse, aber auch bestimmte Freizeitangebote, die die Kinder und deren Familien aus eigener Kraft nicht finanzieren können.

Verein feiert fünften Geburtstag

Schließlich sind es drittens sehr praktische Hilfen für Kinder beispielsweise das Beschaffen von Winter- oder Sportkleidung, Kinderbetten und Schulbedarf.
Dabei macht Klaus Blümer keinen Hehl daraus, dass es nicht zwingend so sein muss, dass die Eltern diese Dinge nicht bezahlen könnten. „In kinderreichen Familien oder bei solchen, die Hartz IV erhalten, kommt es auch vor, dass Erwachsene mit dem zur Verfügung stehenden Geld nicht gut wirtschaften. Es ist sowieso wenig Geld vorhanden. Wenn ich mit dem Wenigen auch noch schlecht wirtschafte, sind es die Kinder, die am ehesten davon betroffen sind. Dann ruft eben jemand aus Kidnergarten oder Schule an und sagt, ab morgen könne das Kind nicht mehr am Mittagessen teilnehmen, weil die Beiträge nicht bezahlt sind. Wir kümmern uns dann darum, dass das Kind doch weiterhin an der Mahlzeit teilnehmen kann.“
Auch eine Flüchtlingsfamilie gehörte schon zu den Familien, denen „Merlin“ geholfen hat. „Wenn die Kinder in Hattingen leben, dann sind es Hattinger Kinder. Wir machen da keinen Unterschied. Wir möchten einfach nur Kindern in Not vor Ort helfen. Das soll schnell geschehen und unbürokratisch. Natürlich ist manches nicht richtig, wie manche Eltern vielleicht handeln oder eben nicht. Aber die Kinder können nichts dazu und sind die Leidtragenden.“
Vor Ort arbeitet der Verein auch mit anderen Institutionen zusammen, beispielsweise mit dem Kinderschutzbund und „Hattingen solidarisch“. Nur eines ist sicher: „Wir geben niemals Bargeld ab. Wir sind immer dabei.Wenn beispielsweise festgestellt wurde, dass ein Kind Winterbekleidugn braucht, dann gehen wir eben mit dem Kind los. Die Familien erhalten keine finanzielle Hilfe, bar in die Hand gedrückt.
Dreißig Kinder erhalten insgesamt vom Verein auf unterschiedliche Art und Weise Hilfe und Unterstützung. Was der Verein nicht macht: „Wir zeigen die Hilfe nicht in Fotos. Zumindest nicht in Fotos, auf denen die Kinder zu sehen sind. Wir möchten nicht, dass die Kinder von jemandem darauf angesprochen werden. Unsere Patenkinder liegen altersmäßig bis zum Ende der Grundschulzeit, bei den anderen Hilfen sind die Kinder auch älter bis 14 Jahre.
Die Kinder selbst werden durch verschiedene Einrichtungen wie Jugendamt, Schule oder Kirche an „Merlin“ vermittelt. Dann wird der Kontakt zur Familie hergestellt. „Ich laufe in der Regel offenen Türen ein und die Familien freuen sich, wenn sie direkte Hilfe bekommen.“
Sorgen bereitet dem Verein die Tatsache, dass sie immer mehr Geld für Hilfe aufzuwenden haben, aber keine regelmäßigen Sponsoren haben. Überhaupt ist das liebe Geld ein Dauerthema. „Wir brauchen Sponsoren, um unsere Arbeit weitermachen zu können. Dabei ist jeder Euro willkommen. Es gibt beispielsweise Projekte wie die vom Friseur StyleBoxx, der für unseren Verein Haare geschnitten hat und dabei 320,40 Euro erzielte. Oder die Kieferorthopädin Susanne Burghardt, die nicht nur die STADTSPIEGEL-Gedichte-Aktion zu Weihnachten gewonnen hat und diese 50 Euro spendete, sondern auch noch eine Weihnachtsaktion in ihrer Praxis durchführte. So konnte der Verein sind über 450 Euro freuen.“
Kontakt: „Merlin e.V.“, Klaus Blümer, Hochstraße 1b; 45529 Hattingen; E-Mail info@merlinprojekt.de; www.merlinprojekt.de.
Nächstes Treffen: Montag, 26. Januar, 17 Uhr, ev. Kirche Winz-Baak, Schützstraße.
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