IGW: 2015 stand im Zeichen von Bestandssanierungen und einigen Großprojekten

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IGW-Geschäftsführer Olaf Pestl (Mitte) präsentierte zusammen mit Beatrix Schönekeß, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit, und Aufsichtsratsvorsitzendem Michael Schmitt (re.) den Geschäftsbericht 2015.

"Wir sind die Größten!" Was im ersten Moment zumindest nach beachtlichem Selbstbewusstsein klingt, bezog Olaf Pestl, Geschäftsführer der Iserlohner Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft, aber mit einem Schmunzeln lediglich auf die Anzahl der Wohnungen, die die IGW besitzt. Und da liegt sie mit rund 2100 in Iserlohn tatsächlich weit an der Spitze.

Ansonsten war das Geschäftsjahr 2015 für die IGW weiter vor allem geprägt durch Investitionen im Bereich Bestandssanierungen und Modernisierungen. "Mit dieser Philosophie können wir unser Vermögen nicht nur sichern, sondern den Wert langfristig auch steigern", so Olaf Pestl. Im Geschäftsjahr 2015 wurden insgesamt 63 Wohnungen modernisiert. "Bei uns werden von jedem eingenommenen Euro 58 Cent direkt wieder in Bestandssanierungen reinvestiert", erläuterte der IGW-Geschäftsführer, "damit liegen wir im Betriebsvergleich weit vor anderen öffentlichen Wohnungsgesellschaften, wo durchschnittlich lediglich 33 Cent in Sanierungen zurückfließen."
Mit diesem Aspekt habe auch der im ersten Moment deulich gestiegene Jahresfehlbetrag von 836.000 Euro zu tun. "Das beruht im Wesentlichen auf der Durchführung eines Sonderpaketes zur Wohnungssanierung in Höhe von 800.000 Euro", erläuterte Pestl, "bei dem Paket handelte es sich ausschließlich um leerstehende Wohnungen, die in den nächsten Jahren sowieso zur Modernisierung angestanden hätten." Durch das Vorziehen der Maßnahme konnte durch die Nutzung entsprechender Landesförderungen ein Tilgungsnachlass von 30 Prozent erzielt werden.

"Neubau Rahmenstraße pünktlich im September 2016 bezugsfertig"


Von Ende des Jahres 77 leerstehenden Wohnungen der IGW - aufgrund von durchzuführenden Modernisierungsmaßnahmen - konnten bis zum jetzigen Zeitpunkt bereits wieder 15 vermittelt werden. "Bei der IGW gibt es keinen strukturellen Leerstand", betonte Olaf Pestl, der aber gleichzeitig zugab, "dass es in Iserlohn auch für die IGW häufig schwierig bis unmöglich ist, Nachfragen für größere Gruppen wie Familien mit mehr als zwei Kindern zu befriedigen."
Neben den Bestandssanierungen lag der Fokus der IGW im vergangenen Jahr auch auf einigen Großprojekten - allen voran dem Neubau an der Rahmenstraße/Kluse. "Dort liegen wir trotz einiger zwischenzeitlicher Widrigkeiten wieder voll im Zeitplan. Wie geplant, werden auch die Wohnungen an der Rahmenstraße nach aktuellem Stand im September bezugsfertig sein", blickte der IGW-Geschäftsführer voraus. Weitere Projekte 2015 waren die Sanierung der Außenfassade und nachfolgend der Wohnungen des Gebäudes "Gerlingser Platz 8", die Sanierung des historischen Gebäudes "Am Bielstein 17", wo inzwischen der Südstadt-Verein sein Domizil gefunden hat, und der Umbau der ehemaligen Kultdisco "Ellipse" am Mühlentor 13 zu einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Handicap.
Mit Blick auf das Jubiläumsjahr 2016 - die IGW feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen - nannte Olaf Pestl als größere Maßnahmen abschließend noch den Schlieperblock, das Hansahaus - dort sollen erste Wohneinheiten noch im September bezogen werden können - und das ehemalige Zeughaus am Fritz-Kühn-Platz. "Hier ist für uns ein Abriss kein Thema. Das Haus ist trotz seiner stark angegriffenen Bausubstanz historisch zu wertvoll und stadtbildprägend." Vielmehr habe ein Gutachten jetzt sogar unter bestimmten Voraussetzungen die Nutzung als Gastronomie für denk- und machbar erklärt." Und auch das Projekt ,Beginenhof' an der Wallstraße steht noch auf der IGW-Liste. "Doch dabei muss zunächst einmal durch in Kürze stattfindende weitere Probebohrungen hoffentlich die Frage der Gründung der Gebäude geklärt werden."
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