Tierisch was los im LWL: Sonderausstellung „Wildes Westfallen“ startet am 1. November im LWL-Museum für Archäologie in Herne

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Die neue Sonderausstellungen im LWL stellten vor (v.l.): Dr. Michael Lagers (Leitung Museumspädagogik), Prof. Dr. Michael M. Rind (Chefarchäologe des LWL), Norbert Kilimann (NABU Fotogruppe), Dr. Josef Mühlenbrock (Museumsleiter) und Cornelia Moors (Ausstellungskoordinatorin).
 
Ausstellungsleiterin Cornelia Moors mit dem Schädel eines Wollnashorns.
Herne: LWL-Museum für Archäologie |

Ab Sonntag, 1. November, zeigt das LWL-Museum für Archäologie die Sonderausstellung „Wildes Westfalen“. Die Ausstellung wird bis zum 29. Mai nächsten Jahres zu sehen sein und vereint archäologische Spuren mit aktuellen Fotografien.

Einige Tage vor der Eröffnung sind noch nicht alle Exponate in den Vitrinen und es wird noch kräftig an der Ausstellung „Wildes Westfalen“ gearbeitet. Ein kleines Pappmodel zeigt, wie die Räumlichkeiten nach Abschluss der Arbeiten am Eröffnungstag aussehen sollen. Was erwartet also die Besucher, die ab Sonntag die Ausstellung besuchen können? Eines ist sicher: Es wird tierisch und wild.

Auch wenn die Zeiten längst vorbei sind, in denen schwere Mammutschritte die Erde in Westfalen beben ließen oder auch die der nicht minderschweren Wollnashörner, ist Westfalen heute nicht weniger wild als damals. Rehe, Hirsche und Wildschweine leben in den Wäldern und allerhand Vögel bevölkern die Lüfte. Tierschädel, -knochen, -exkremente und vieles mehr sowie allerhand menschengemachter Objekte mit Tierbezug zeugen in der Sonderausstellung von der außergewöhnlichen Tierwelt Westfalens. Die ältesten Tiere der Region befinden sich auch unter den Ausstellungsstücken: drei 465 Millionen Jahre alte Trilobiten (Fossilien von kellerasselähnlichen Urzeittierchen).

Ein lachendes Pferd


Ebenfalls zu sehen sein werden Tierfotografien der Amateur-Naturfotogruppe des NABU Herne. „Das spannendste war es die Tierfotos und Tierobjekte in der Ausstellung zu kombinieren“, schwärmt Ausstellungskoordinatorin Cornelia Moors von ihrer Arbeit. So stehen beispielsweise kleine, mittelalterliche Pferdefigürchen - mit und ohne Reiter - in einer Vitrine unweit eines Fotos von einem „lachenden“ Pferd, welches Norbert Kilimann von der NABU Fotogruppe Herne zur Ausstellung beigetragen hat.

Dr. Michael Lagers, Leiter der Museumspädagogik, äußert sich zunächst nicht selbst, sondern lässt Tierlaute sprechen. Diese werden auch in der Ausstellung zu hören sein. „Es wird museumspädagogische Programme für alle Altersklassen geben und sowohl Einzelbesucher als auch Gruppen, werden auf ihre Kosten kommen“, versichert Lagers und erklärt weiter: „Wir versuchen uns dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu nähern. Es geht auch darum, die Tiere kennenzulernen.“ Die Besucher erwartet also eine tierische, teilweise interaktive Sonderausstellung, welche die Tierwelt Westfalens, aber auch die Beziehung zwischen Mensch und Tier veranschaulicht und die ein oder andere Überraschung parat hält. Zudem wird es eine Vielzahl von begleitenden Veranstaltungen wie Fachvorträgen und Workshops geben.

Beziehung zwischen Mensch und Tier


Prof. Dr. Michael M. Rind, Chefarchäologe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), ist es ein Anliegen, auf den ursprünglichen Ideengeber aufmerksam zu machen: den verstorbenen Prof. Dr. Dr. H.C. Torsten Capelle. In seinem Gedenken fand bereits gestern sowie auch am heutigen Samstag ein Kolloquium mit dem Thema „Tier und Tierdarstellungen in der Archäologie“ im LWL-Museum statt. Thorsten Capelle hat viele der Fundstücke, die in der Ausstellung zu sehen sein werden zusammengetragen.

Zeitgleich mit der Eröffnung von „Wildes Westfalen“ am Sonntag, 1. November, endet die Ausstellung „ aberGlaube“. Zu diesem Anlass wird es erneut eine interkulturelle Führung und einen Workshop mit den Künstlerinnen der scheidenden Ausstellung geben.

Weitere Informationen zu „Wildes Westfallen“ sind unter www.lwl-landesmuseum-herne.de/sonderausstellungen/wildes-westfalen erhältlich. Öffnungszeiten des Museums: Dienstag, Mittwoch, Freitag von 9 bis 17 Uhr sowie Donnerstag von 9 bis 19 Uhr und Samstag, Sonntag und Feiertag von 11 bis 18 Uhr.
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Helmut Zabel aus Herne | 04.11.2015 | 13:06  
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