Mieser Betrüger ergaunert 5000€ von betager Frau

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"Ihrem Sohn droht der Verlust des Beines" - Seniorin händigt miesen Betrügern 5.000 EUR aus!

Herne :"Guten Tag, mein Name ist Dr. Wagner. Ich rufe aus einem Krankenhaus in Düsseldorf an, wo ihr Sohn gerade nach einem Verkehrsunfall eingeliefert worden ist. Eine Notoperation ist erforderlich, ansonsten droht der Verlust des Beines. Ihre Schwiegertochter ist schon auf dem Weg nach Düsseldorf. Für die Operation werden noch 15.000 EUR benötigt." Diesen dramatischen Anruf erhielt eine Hernerin (79) in den frühen Nachmittagsstunden des gestrigen 6. November. In ihrer Aufregung teilte die Hernerin dem Anrufer mit, nur über 5.000 EUR zu verfügen. Da das Geld angeblich bis 16.00 Uhr in Düsseldorf sein musste, wurde der Seniorin angeraten, mit einem Taxi zu ihrem Bankinstitut zu fahren und das Geld abzuheben. Anschließend suchte ein Kurier die Hernerin an ihrem Wohnort auf und nahm die 5.000 EUR in Empfang. Erst nach einer Denkpause und der Rekapitulierung des Geschehens, verständigte die 79-Jährige ihre Angehörigen. Und schnell wurde der Frau bewusst, dass sie zu einem Opfer der miesen "Enkeltrickbetrüger" geworden war, denn einen Unfall hatte es natürlich nicht gegeben. Eine Stunde zuvor hatte eine in Wanne lebende Frau (82) einen gleichgelagerten Anruf erhalten - auch hier wurde ein Unfall vorgetäuscht. Als diese Seniorin dem "Arzt" mitteilte, über kein Geld zu verfügen, wurde das Gespräch beendet und es erfolgten auch keine weiteren Anrufe. Auch in Bochum rief ein Betrüger an diesem Mittwoch eine Rentnerin (70) an, gab sich als Verwandter "Michael" aus, der nach eigenen Angaben in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Da die Bochumerin die Stimme des jungen Mannes nicht zuordnen konnte, fragte sie nach dessen Geburtsdatum. Mit der Bemerkung "Was ist das denn für eine dumme Frage" legte der Anrufer sofort auf. Nein, diese Frage ist natürlich überhaupt nicht dumm! Und wir raten dringend dazu, bei Anrufen dieser Art genauso zu reagieren - nämlich aufzulegen, zumindest aber zuvor mit einem Angehörigen oder Nachbarn zu sprechen.
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