THW Ortsverband Herne im Dauereinsatz

Herne. Der Großbrand des Freizeitbades „Wannanas“ überschattete alle anderen Ereignisse des 10. November 2011 in der Stadt Herne. Um 03.09 Uhr alarmierte die Berufsfeuerwehr die Fachgruppe Logistik des Ortsverbandes (OV) Herne.

Wenn mitten in der Nacht das Mobiltelefon klingelt ist meistens etwas passiert, was sich niemand wünscht. So auch am Donnerstag morgen, als um 03.09 Uhr das Mobiltelefon des Ortsbeauftragten Sven Leichner klingelte. Ein Großbrand, der im Laufe des Tages das Freizeitbad Wananas vernichten sollte, hielt die Berufsfeuerwehr Herne in Atem. Die Fachgruppe Logistik des Ortsverbandes wurde mit der Versorgung der Einsatzkräfte beauftragt.

Binnen der nächsten zwei Stunden erhöhte sich die Anzahl der zu verpflegenden Einsatzkräfte stetig. Der Brand forderte den örtlichen Einsatzkräften alles ab, am Ende jedoch waren auch sie machtlos gegen die Flammen. Das Familienbad, welches eine Holzkonstruktion im Dach hatte, fiel schlussendlich in sich zusammen. Die genaue Ursache wird noch ermittelt. Das Bad war 1994 eröffnet worden und hatte circa 200.000 Besucher jährlich. Ob es wieder aufgebaut wird, steht noch nicht fest.

Die Einsatzkräfte der Fachgruppe Logistik waren aber nicht nur während der Nacht im Einsatz. Auch die Tagesverpflegung wurde durch das Technische Hilfswerk gestellt. Das letzte Mal rückten die Helfer gegen 21.00 Uhr aus um die Einsatzkräfte vor Ort zu verpflegen. Die Kameraden des OV Wanne waren zu diesem Zeitpunkt ebenfalls zugegen und unterstützten die Feuerwehr in Sachen Beleuchtung.

Parallel zu diesem Einsatz wurde um 09.03 Uhr Unterstützung durch die Kameraden aus dem Ortsverband Bochum gefordert. Dort brannte eine Lagerhalle und der Herner Radlader wurde benötigt. Die Besonderheit hierbei war, dass die Fahrer des Radlader unter schwerem Atemschutz arbeiten mussten. Die brennende Fabrik befüllte unter anderem Druckerpatronen.

Auch hier waren die Herner Helfer bis spät in die Nacht im Einsatz. Gegen 23.07 Uhr konnte dieser Einsatz beendet werden, der eine hohe Belastung für Mensch und Material darstellte. Die Fahrer des Radladers mussten in Schichten arbeiten, da das Arbeiten unter Atemschutz sehr kräfteraubend ist.
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Sven Leichner aus Herne | 17.11.2011 | 22:03  
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