Kiffen gegen den Schmerz: Medizinisches Cannabis zahlt bald die Krankenkasse

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Nach Angaben der Bundesregierung dürfen derzeit rund 650 Patienten medizinisches Cannabis konsumieren. Eine umfassende Legalisierung ist nach wie vor nicht vorgesehen. (Foto: Privat)
"Unser Ziel ist, dass schwerkranke Menschen bestmöglich versorgt werden. Wir wollen, dass für Schwerkranke die Kosten für Cannabis als Medizin von ihrer Krankenkasse übernommen werden, wenn ihnen nicht anders geholfen werden kann." Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe dürfte mit dem jüngsten Beschluss des Bundekabinetts zufrieden sein. Heute billigte es heute seinen Gesetzesentwurf, der Schwerkranken eine Therapie durch Cannabis erleichtern soll.

Nach dem Gesetzentwurf zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften sollen in Zukunft solche Patientinnen und Patienten, die keine Therapiealternative haben, kontrolliertes medizinisches Cannabis in Apotheken zu erhalten dürfen - nach einer eingehenden Prüfung durch den Arzt oder die Ärztin. Dazu Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: "Der Einsatz von Cannabis als Medizin in engen Grenzen ist sinnvoll." Eine klare Absage hingegen erteilte sie Befürwortern einer umfassenden Legalisierung. Lediglich das medizinische Potential der Droge zu nutzen, ohne dabei die Gesundheit der Konsumenten zu gefährden - das sei moderne Drogenpolitik: "Cannabis ist keine harmlose Substanz, daher darf es auch keine Legalisierung zum reinen Privatvergnügen geben."

Anders sieht das Simone Peter, Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen. Sie twitterte heute "It's the healthiness, stupid!" und forderte eine Legalisierung.
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Claudia Jacobs aus Mülheim an der Ruhr | 06.05.2016 | 12:33  
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