Leben mit Demenz

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Schauspieler Wichart von Roëll ist das prominente Gesicht der Reihe.Foto: Thiele

In einer neuen Veranstaltungsreihe wird das für viele unangenehme Thema Demenz in den Mittelpunkt gerückt.

Ein Mann, der sich langsam selbst verliert. Eine Frau, die ihm bis zur totalen Erschöpfung zur Seite steht: In ebenso eindringlichen wie berührenden Bildern zeigt der Kurzfilm „Zwei Zucker“, wie die Krankheit Demenz das Leben verändert.

Die Probleme werden thematisiert, aber auch die liebevolle Beziehung des langjährigen Ehepaares Klara und Anton.

Der Film ist Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe, mit der das Thema Demenz aus der Tabuzone hervorgeholt werden soll. „Demenz ist ein Straßenfeger“, verdeutlicht Wolfgang Wessels vom Demenz-Servicezentrum Ruhr. Doch leider in der Hinsicht, dass die Leute schnell das Weite suchen, wenn es zur Sprache kommt.

„Die Krankheit muss in die Öffentlichkeit getragen werden“, verdeutlicht daher Schauspieler Wichart von Roëll. Schließlich könne sie jeden treffen. Und aufgrund der steigenden Lebenserwartung werde es in der Zukunft immer mehr Betroffene geben.

Der als Klimbim-Opa bekannt gewordene Mime ist in dem Film in der Hauptrolle des demenzkranken Anton zu sehen. Durch seine Gastrolle in der Mondpalast-Produktion „Auf der wilden Rita“ kam er in Kontakt mit Susanne Schübel, Vorstand des Vereins ID55 - Anders alt werden. irgendwann kam die Sprache auf „Zwei Zucker“ und die Idee einer Veranstaltungsreihe war geboren.

Neben einer Filmvorführung des Werks von Regisseur Thore Schwemann beinhaltet diese ein Künstlergespräch und eine Podiumsdiskussion. „Wichart von Roëll wird bei jedem Termin dabei sein“, verdeutlicht Schübel.

Mit im Boot ist neben den Initiatoren von ID55 auch Der Paritätische mit neuen Kreisgruppen, in deren Städten die Veranstaltungen stattfinden.

Dazu kommen Partner vor Ort, um auch auf Angebote in den jeweiligen Städten hinzuweisen. Wie zum Beispiel auf das Demenz-Café Vergissmeinnicht, dass in der von der Wohnungsgenossenschaft Herne-Süd betriebenen Begegnungsstätte „FloBo“ an der Bochumer Straße 111/Flottmannstraße 2, stattfindet. „Wir verstecken uns nicht. Wir haben schon Kindergartengruppen eingeladen oder gehen zum Beispiel ins Museum“, erklärt Ulrike Lange von der Familien- und Krankenpflege Herne.

Der Auftakt der Veranstatungsreihe zum Leben mit Demenz findet am Dienstag, 15. September, im Statdteilzentrum „Pluto“, Wilhelmstraße 89a, statt. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Danach geht es unter nach Recklinghausen, Witten, Lünen, Lüdenscheid, Dortmund, Gelsenkirchen, Bottrop und zum Abschluss am 1. Dezember Bochum. Weitere Infos gibt es unter www.id55.de oder www.herne.paritaet-nrw.org.

www.id55.de
www.herne.paritaet-nrw.org
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