Die große Sause muss noch warten

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Vor dem Spiel gegen Köln erhielt der alte und neue Regionalliga-Meister den verdienten Pokal. (Foto: Dirk Unverferth)
Es ist vollbracht. Das vor der Saison ausgeschriebene Ziel der Titelverteidigung in der Regionalliga ist erreicht. Doch das soll für den Herner EV nur ein Zwischenziel auf dem Weg zum Oberliga-Aufstieg sein. Dementsprechend überschaubar geriet die Meisterfeier.
Mit einem 7:3 Erfolg beim Neusser EV sicherte sich der Herner EV frühzeitig den Pokal der Regionalliga-NRW. Ein Grund sich kurz zu freuen, vor allem für die Fans. Spieler und Betreuer sind jedoch auf ein höheres Ziel fokussiert.„Der Titelgewinn ist eine schöne Momentaufnahme, aber außer für den Briefkopf haben wir nichts davon“, erklärte Trainer Carsten Plate.
Schon im Vorjahr gelang dem HEV der Titelgewinn in der Regionalliga, vor dem EHC Neuwied. Am Ende jedoch landete Neuwied in der Oberliga und der HEV verblieb bekanntlich in seiner Spielklasse. Aus diesem Grund hielt sich die Feierlaune am Sonntag auch in Grenzen.
Zwar schickte man den Kölner EC mit einem absolut ungefährdeten und hochverdienten 12:0 wieder zurück ins Rheinland, aber die große Jubelarie blieb aus. „Letztes Jahr feierten wir auch mit dem Pokal und standen am Ende aber mit leeren Händen da. Der Aufstieg ist für uns das Allerwichtigste“, beschrieb der sportliche Leiter Frank Petrozza die Situation. Ein wenig Aberglaube spielte also auch eine Rolle.
Die Konzentration gilt jetzt schon der entscheidenden Spielrunde. „Wir sind gerade in der zweiten Vorbereitung. Was wir eigentlich im September machen, um uns auf die Saison vorzubereiten, wiederholen wir jetzt im Dezember, um auf den Punkt fit für die Oberliga-Qualifikation zu sein“,so Plate.
Am Freitag geht es für die Gysenberger jedoch erst einmal in der Liga weiter. In Netphen spielt der EHC um die Qualifikation zur Oberliga. Der Tabellensechste braucht noch alle Punkte, um diesen Platz zu sichern.
Diese Probleme hat der Gegner am Sonntag nicht. Mit den Dinslakener Kobras kommen viele ehemaligen Herner zurück an den Gysenberg. Der derzeitige Regionalligazweite hatte beim 1:5 im Hinspiel allerdings klar das Nachsehen. Bully am Gysenberg ist um 18.30 Uhr.
Verzichten müssen die Gysenberger in Zukunft auf die Dienste vom derzeit verletzten Abwehrspieler Gerhard Engler. Aus beruflichen Gründen einigte man sich einvernehmend auf eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum 31. Dezember. Damit beginnt für die Verantwortlichen auch die Suche nach einem Ersatz: „Wir haben da schon ein bis zwei Kandidaten im Auge, aber etwas definitives können wir noch nicht bekannt geben“, lässt Plate wissen.
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