Karnap: Umzäunung des Wasserwerks wird erweitert

Anzeige
Als Wasserwerksbetreiber haben die Stadtwerke Hilden und Stadtwerke Solingen die Pflicht, darauf zu achten, dass der Bereich der Trinkwassergewinnungsanlagen angemessen geschützt wird. (Foto: WA-Archiv)

In idyllischer Lage, von viel Grün umgeben, befindet sich das Hildener Wasserwerk im Ortsteil Karnap. Es versorgt mehr als 55.000 Menschen Tag für Tag mit Trinkwasser. Im umgebenden Wald fühlt sich viel Niederwild wie Fasane, Hasen und Schnepfen wohl.

In den vergangenen fünf Jahren nahm die Zahl der Radfahrer, Spaziergänger und Hundeführer mit frei laufenden Hunden jedoch stark zu. Außerdem halten sich häufig Personen auch abseits der Wege auf dem Gelände der Wassergewinnungsanlagen auf. Nicht selten sind im Wald sogar Motorradfahrer unterwegs.

Als Wasserwerksbetreiber haben die Stadtwerke Hilden und Stadtwerke Solingen die Pflicht, darauf zu achten, dass der Bereich der Trinkwassergewinnungsanlagen angemessen geschützt wird. Naturschutz ist immer auch Trinkwasserschutz.

Wie man dieser Pflicht am besten nachkommt, wurde von den Verantwortlichen ausführlich diskutiert. Schließlich entschied man, die Wassergewinnungsanlagen komplett einzuzäunen. So ein Zaun bestand schon vor 15 Jahren, wurde jedoch nach und nach wegen Altersschwäche entfernt und nicht ersetzt. Die Umzäunung ergänzt den bestehenden Zaun und wird in Kürze begonnen.

Seltene Tierarten

Markus Schlösser, Leiter der Abteilung Wald und Landschaft vom Stadtdienst Natur und Umwelt der Stadt Solingen, ist Experte für die Bewirtschaftung von Waldflächen, Natur- und Wildschutz. Er befürwortet die geplante Umzäunung: „Der Zaun ist aus Sicht des Umwelt-, Natur- und Artenschutzes positiv zu bewerten, da er hier selten vorkommende Wildarten wie die Waldschnepfe schützt.“

Die Optik des Stahlgitterzauns wurde anthrazit und so unauffällig wie möglich gewählt. Die Umzäunung wird vier Türöffnungen haben, sodass die Wege für Fußgänger zugänglich bleiben. Die bestehenden Wege werden instand gesetzt und erhalten an den Zugängen Info-Tafeln mit Standortübersichten und Nutzungsregeln. So kann das Gelände für die Naherholung weiter genutzt werden und gleichzeitig kann jeder etwas für den Naturschutz tun.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.