Iserlohn: IGW hat viel vor

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„Wir haben einiges vor uns“, kündigte Olaf Pestl, Geschäftsführer der IGW, jetzt an. Gemeinsam mit seinem Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Schmitt gab er einen Ausblick auf die in den nächsten Monaten anstehenden Schritte.

Was den Schlieperblock angeht, sei die Nachfrage nach den Häusern enorm, erklärte Pestl - wohl nicht zuletzt Dank des städtebaulichen Konzepts des Architekten Manfred Kissing. Am Samstag hatte die IGW zur Begehung der Siedlung eingeladen - „ein voller Erfolg“, wie Pestl im Gespräch mit dem STADTSPIEGEL erklärte.
Rund hundert Interessierte waren gekommen. „Das bestärkt uns in unserer Vorgehensweise. Wir haben den Eindruck, dass unser Bemühen um den Erhalt des Blocks gewürdigt wird.“ Der IGW-Geschäftsführer geht davon aus, dass das Konzept nun weiter ausgearbeitet wird. „Wir werden jetzt in Einzelgespräche eintreten, das Ergebnis werden wir dann Ende April dem Aufsichtsrat vorlegen.“
Bereits vor dem Termin am Samstag hatten Olaf Pestl und Michael Schmitt über die derzeit existierernden Projekte und Vorhaben informiert. War die Grundidee beim Projekt Schlieperblock gewesen, das Ensemble um die Grünfläche zu behalten, denkt die Wohnungsgesellschaft mittlerweile darüber nach, auch die vordere Reihe, d.h. die Gebäudezeile an der Ankerstraße, zu veräußern. Eine Veräußerung aller Objekte schlossen Pestl und Schmitt jedoch aus. „Man darf die Menschen da nicht alleine lassen, wir haben als IGW eine Verantwortung gegenüber diesem Standort“, so Pestl.
Das gesamte Projekt werde von der IGW betrieben - sowohl die Modernisierung der Fassaden und Dächer sowie die Sanierung von Verkehrsflächen als auch die Gestaltung der Grünflächen. Auch beim Thema Nahwärmeversorgung ist die IGW aktiv. Derzeit laufen Gespräche mit den Stadtwerken, eventuell sei die Installation eines Blockheizkraft denkbar.

Mühlentor: Aktion mit dem STADTSPIEGEL

Auch beim Projekt Mühlentor tut sich einiges. In der ehemaligen Diskothek „Ellipse“, die die IGW mittlerweile erworben hat, laufen die Sanierungsarbeiten. Das gesamte Gebäude soll der Wohnungsnutzung dienen, im Erdgeschoss sollen wieder Fenster eingebaut werden. Ab dem vierten Quartal dieses Jahres soll das Gebäude dann bezugsfertig sein. Die Häuser 14 und 16 wurden abgerissen. Ein kleiner Architekturwettbewerb ist geplant, wie man die entstandene Baulücke nutzen kann. Gemeinsam mit dem STADTSPIEGEL läuft eine Aktion unter dem Motto „Mühlentor-Erinnerungen“: Leser können ihre Geschichte zum Thema Mühlentor erzählen und alte Fotos zusenden - die schönsten werden veröffentlicht.

Rahmenstraße
Bereits seit vier Wochen laufen die vorbereitenden Maßnahmen an der Rahmenstraße, die Grundsteinlegung soll voraussichtlich Ende März erfolgen. Als „eines der Schlüsselobjekte der IGW“ bezeichnete Pestl das Zeughaus 14. „Unser Ziel ist es, das Gebäude zu erhalten.“ Das seit aber nur möglich, wenn man eine vernünftige wirtschaftliche Nutzung finde.

Südengraben/ Am Bilstein
Die Fertigstellung des Gebäudes Südengraben/ Am Bilstein läuft auf Hochtouren. Die unteren Wohnungen wird der Bürgerverein Südstadt voraussichtlich noch vor Ostern beziehen. „Wir werden in den nächsten Jahren noch viele weitere Projekte im Umfeld durchführen“, kündigte Pestl an. Ziel der IGW sei es, gezielt Aufkäufe zu tätigen, um durch ihre Sanierung Impulse zur Quartiersentwicklung zu setzen und den Standort Schritt für Schritt wieder aufzuwerten. „Oft entwickeln sich Standorte nicht, weil niemand der Erste sein will“, so Pestl.
„Wir wollen möglichst viel erhalten“, erklärte Schmitt u.a. im Hinblick auf die ehemaligen „Fischer-Häuser“. Wahrscheinlich sei es aber nicht möglich und auch nicht sinnvoll, alles zu erhalten. „Man darf nicht erwarten, dass, wenn wir Häuser kaufen, am nächsten Tag die Lösung da ist.“ Wichtig sei es, in mehrere Richtungen zu denken. „Ich glaube, dass wir hier als IGW den richtigen Weg gehen.“
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