Sechsköpfiger Familie droht nach 16 Jahren Zwangsräumung aufgrund verspäteter Zahlungen durch das Jobcenter

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Freiburg: Jobcenter Freiburg | In Freiburg ist eine sechsköpfige Familie von Zwangsräumung bedroht. Die Familie lebt seit 16 Jahren in einer Wohnung der Südwestdeutschen Bauunion, die von der Firma Sauer Immobilien verwaltet wird. Die Vermieterseite hat bereits in der Vergangenheit durchmehrfache Kündigungen versucht, die Familie loszuwerden, mit der Begründung von Zahlungsrückständen bei den Mieten. Allerdings wird die Miete direkt vom Jobcenter überwiesen, die Familie hat also keinen direkten Einfluss auf den Zeitpunkt der Zahlungen.
rechtaufstadt-freiburg.de

Um es gleich vorweg zu nehmen. Der Vater arbeitet und bezieht lediglich aufstockende Leistungen, weil der Lohn nicht ausreicht die Familie zu ernähren.

In einem Interview kommt der betroffene Familienvater zu Wort:
Sollte das anhängige Klageverfahren gegen die Familie entschieden werden, so droht aufgrund des fehlenden freien Wohnraums die Verbringung in eine Notunterkunft.
mp3
rdl.de

“Es kann und darf nicht sein, dass verzögerte Mietzahlungen des Jobcenters sich zum Schaden der MieterInnen auswirken und von Immobilienfirmen als Vorwand für eine Kündigung benutzt werden. Darüber hinaus ist das Verhalten der Südwestdeutschen Bauunion und von Sauer Immobilien insofern besonders rücksichtslos, da große Familien in Freiburg bekanntermaßen kaum Chancen haben, eine Wohnung zu finden. Dies darf nicht unwidersprochen hingenommen werden. Die Stadtverwaltung sollte alle ihr zur Verfügung stehenden Maßnahmen einsetzen, um den Verbleib der Familie in ihrer bisherigen Wohnung durchzusetzen, z.B. sollte die Möglichkeit der Wiedereinweisung geprüft werden.

Ganz generell dürfen wir nicht einfach zulassen, dass hier in Freiburg Menschen ihres Rechts auf Wohnen beraubt werden!”
linksunten.indymedia.org

Auch im Bereich Märkischer Kreis kommt es immer wieder zu Räumungsklagen und Zwangsräumungen, weil die Sozialbehörden die Mieten nicht fristgerecht anweisen oder die Anweisung verschleppen mit der Begründung fehlender Unterlagen.

Falsche Prioritätensetzungen und unqualifizierte Folgeabwägungen lösen bisweilen sehr einfach vermeidbare Katastrophen aus.
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Astrid Günther aus Duisburg | 27.03.2014 | 19:56  
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