Kesbern: Bakterien im Trinkwasser

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Im Iserlohner Ortsteil Kesbern sind coliforme Bakterien und Escherichia coli im Trinkwasser gefunden worden. Der Märkische Kreis hat dem Wasserbeschaffungsverband Kesbern bis auf Weiteres untersagt, seine Trinkwassergewinnungs- und Versorgungsanlage zu betreiben.

Eine entsprechende Ordnungsverfügung sei erlassen, teilte Kreis-Pressesprecher Hendrik Klein mit. Aktuell wird das Trinkwasser von den Stadtwerken Iserlohn geliefert, „das Wasser ist völlig unbelastet“, so Klein.
Bereits am 6. Oktober war die Überschreitung der Grenzwerte bei einer Probeentnahme durch ein akkreditiertes Labor aufgefallen. „Als wir die Information erhielten, haben wir sofort alles Weitere veranlasst“, so Klein. Schon am 7. Oktober hätten die Stadtwerke Iserlohn die Trinkwasserversorgung übernommen.
Dass der Vorfall erst am Mittwoch mitgeteilt wurde, also rund neun Tage verspätet, erklärt Klein so: „Für uns war es das Wichtigste, für sauberes Trinkwasser zu sorgen. Das haben wir mit Hilfe der Stadtwerke Iserlohn zügig gewährleisten können.“ Eine Meldepflicht seitens des Kreises habe nicht bestanden. Das Bundesumweltamt empfehle zwar auf seiner Internetseite, die Bevölkerung unmittelbar zu informieren. Aber: „Wir haben keinen Grund gesehen, die Bevölkerung zu beunruhigen“, erklärte Klein. Coli-Bakterien könnten zu Durchfall führen, seien jedoch nicht gefährlich, und eine Häufung der Meldung von Erkrankungen in Kesbern liege nicht vor.
Neben weiteren Untersuchungen wurden die Rohrleitungen gereinigt, durch die das Wasser geflossen war. Ein Grund für die Verunreinigung ist bislang nicht bekannt.
Dem Wasserbeschaffungsverband Kesbern wurde per Ordnungsverfügung aufgegeben, die Notversorgung über die Stadtwerke Iserlohn so lange zu nutzen, bis die erforderlichen Maßnahmen durchgeführt sind und ein einwandfreies Trinkwasserergebnis vorliegt.
Bis spätestens Ende Dezember muss dem Fachdienst Gesundheitsschutz und Umweltmedizin des Kreises nachgewiesen werden, dass die Anlage den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht.

Trinkwasser aus Iserlohn ist einwandfrei


Vor einer Wiederinbetriebnahme fordert der Kreis, das Trinkwasser von einem akkreditierten Labor untersuchen zu lassen. „Wie aktuelle Proben ergeben haben, ist das von den Iserlohner Stadtwerken zurzeit in Kesbern gelieferte Trinkwasser einwandfrei und kann bedenkenlos genutzt werden“, erklärte Klein.
Unterdessen stellte die Fraktionsvorsitzende Bündnis90/ Die Grünen, Elke Olbrich-Tripp, eine Anfrage an Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens. Sie will u.a. wissen, seit wann die Stadt Iserlohn Kenntnis von dem Vorfall hatte, warum die Bevölkerung nicht sofort informiert wurde und was künftig unternommen wird, um die Bevölkerung bei ähnlich gelagerten Fällen rechtzeitig informieren zu können.
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