Mehr Sozialhilfe für Menschen mit Behinderung

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Erwachsene Menschen mit Behinderungen, die bei Angehörigen leben, bekommen zukünftig mehr Sozialhilfe. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales kündigte an, dass der Regelsatz auf das Niveau für Alleinstehende angehoben wird.

„Ich freue mich, dass volljährigen Menschen mit Behinderungen, die wegen ihrer Beeinträchtigung noch zuhause leben, nicht länger die Sozialhilfe gekürzt wird. Künftig erhalten sie rund 80 Euro mehr als heute. Damit wird eine Benachteiligung von Menschen mit Behinderung aufgehoben“, so die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag, die seit Jahren gute Kontakte zu den Verbänden für Menschen mit Behinderung in ihrem Wahlkreis pflegt. Für 2016 hat Sozialministerin Andrea Nahles eine grundsätzliche Reform der Regelsätze angekündigt. Bis diese in Kraft tritt, soll eine Übergangsregelung gelten, wonach Menschen mit Behinderung, die noch zuhause leben, wieder den Regelsatz für alleinstehende Erwachsene erhalten.

„Alleinstehende Erwachsene, die Sozialhilfe erhalten, erhalten einen Regelsatz von 399 Euro pro Monat. Erwachsene, die weiter im elterlichen Haushalt leben, mussten seit 2011 jedoch eine Kürzung ihrer Sozialhilfeleistungen um 20 Prozent hinnehmen. Insbesondere Menschen mit Behinderungen, die oftmals weit über ihre Volljährigkeit hinaus von ihren Eltern unterstützt werden, waren von dieser Regelung betroffen“, äußerte sich Dagmar Freitag zu der Entscheidung. „Es ist somit eine gute Nachricht, dass wir diese Entscheidung aus der vergangenen Legislaturperiode wieder rückgängig machen“.
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Ulrich Wockelmann aus Iserlohn | 20.03.2015 | 14:58  
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