Modernste Sortieranlage Europas in Sümmern eingeweiht

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Beim Rundgang mit Betriebsleiter Klaus Bertmann konnte sich NRW-Umweltminister Johannes Remmel ein Bild von den komplexen Abläufen der modernen Anlage machen.
 
Umweltminister Johannes Remmel: Symbolischer Knopfdruck zur offiziellen Einweihung.

Rund 12 Millionen Euro hat die Firma Lobbe in die neue Wertstoffaufbereitungsanlage in Iserlohn-Sümmern investiert. Zur offiziellen Einweihung kam neben prominenten Gästen aus der Region auch NRW-Umweltminister Johannes Remmel.

Neben Weißblech, Aluminium, Getränkekartons, Folien und Papier isoliert die Anlage mittels Hightech-Sensoren vier verschiedene Kunststoffarten. Kunststoffe machen den größten Anteil bei den Verpackungsmaterialien aus. Bei einer Führung durch die europaweit modernste Anlage, die sei Anfang des Jahres in Betrieb ist, machte sich der Landes-Umweltminister ein Bild von den komplexen Abläufen.

Mehr als 100 Förderbänder - mehr als 1 km lang

Mehr als 100 Förderbänder mit einer Gesamtlänge von deutlich mehr als einem Kilometer transportieren das Material zu den einzelnen Sortierstufen. An einigen Stellen erfolgt die Trennung des Materials nach Größe, Schwer- und Leichtgut oder Metallen mehr oder weniger mechanisch und lässt sich mit dem menschlichen Auge noch verfolgen. Ganz anders verhält es sich bei der eingesetzten Nah-Infrarot-Technik (NIR): Sie erkennt die unterschiedlichen Kunststoffarten auf Basis ihrer jeweiligen spektralen Eigenschaften von reflektiertem Licht. Das Material wird gescannt und mit Hilfe von Luftdüsen zum Weitertransport auf das entsprechende Band befördert. Eine eigens für die Anlage entwickelte Programmierung steuert und überwacht über 220 Antriebe in diesem System.
„Mut zu innovativen Entscheidungen sind das Eine, verlässliche Rahmenbedingungen das Andere“, hatte Lobbe-Gesellschafter Gustav Edelhoff zuvor in seiner Ansprache vor geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung erklärt. Auf die seit langem geplante Einführung einer Wertstofftonne ist die neue Anlage bestens vorbereitet, und selbst auf neue Verpackungsmaterialien lässt sich die Technik einstellen. „Ökologie und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus“, so Edelhoff„Die Anlage ist aktiv in die Zukunft gewandt und bietet gute Voraussetzungen für langfristigen Erfolg, für stabiles Wachstum in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten. Gleichzeitig steht sie auch für Recycling und stoffliche Verwertung, somit für einen verantwortlichen Umgang mit knappen Ressourcen.“

Rahmenbedingungen müssen stimmen

Remmel machte in seiner Ansprache klar, dass es angesichts endlicher Rohstoffe eine „gewaltige Zukunftsaufgabe“ zu bewältigen gelte. Mit der neuen Anlage in Sümmern werde ein Zeichen gesetzt, diese Aufgabe auch anzugehen. Die modernste Anlage sei „eine gute Botschaft für Südwestfalen und das Land und zur Nachahmung empfohlen.“ Denn eine solche Anlage sei ein wichtiger Baustein bei der Rohwirtschaft. „12 Millionen in die Hand zu nehmen in diesen investitionsschwachen Zeiten - das ist ein deutliches Zeichen“, so der Umweltminister. Er stimmte Edelhoff zu, dass die Rahmenbedingungen stimmen müssten. Was das Wertstoffgesetz angeht, forderte Remmel eine Gesamtlösung, die Wertstoffgesetz und eine neue Gewerbeabfallordnung beinhaltet: „Wir in NRW machen uns stark für ein integriertes Wertstoffgesetz.“
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