Einzug ins Halbfinale war überaus schwere Geburt

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DM-Play-offs, 2. Viertelfinale: ERG Iserlohn - RESG Walsum 3:1 (1:0)


(tg) Einerseits war ERGI-Trainer Dirk Iwanowski glücklich, schon im zweiten Spiel das Halbfinale perfekt gemacht zu haben. Das Zustandekommen indes ließ seine Grundstimmung er grantelig sein: „Es war eine äußerst schwere Geburt, bei der wir uns eigentlich nur selbst im Weg standen. Kein Vergleich mit der Leistung der Vorwoche. Eine einzige Katastrophe war unsere Chancenverwertung, denn wir hätten den Sack alleine mit den vier Direkten deutlich früher zu machen müssen.“


150 Zuschauer sahen ein packendes Duell zweite Teams, die sich auf Augenhöhe gegenüber standen - und Chancen am Fließband produzierten. Immer wieder im Mittelpunkt deshalb die beiden Schlussmänner Patrick Glowka und Tobias Wahlen, die ihre Nationalmannschafts-Nominierungen mit etlichen Paraden fulminant bestätigten. Auf der anderen Seite führte dies zur angesprochenen miserablen Chancenverwertung, unter der allerdings auch der RESG-Trainer litt.

Den Zuschauern konnte es egal sein, denn so war bis zur letzten Sekunde Spannung garantiert. Oder genauer: bis zur 42. Minute. Denn ab da standen – mit einer knapp 30-sekündigen „Unterbrechung“ – nur noch maximal drei Walsumer auf dem Feld. Die Ursache dafür war ein durchaus blauwürdiges Foul von Felipe Sturla an Sergio Pereira im RESG-Strafraum, worüber sich indes Pedro Queiros beim Unparteiischen energisch beschwerte – und ebenfalls auf der Strafbank Platz nehmen durfte. Noch ehe diese Doppelstrafzeit abgelaufen war, kassierte auch noch Philipp Kluge den blauen Karton (44.). Zum Abschluss musste nochmals Felipe Sturla auf die Sünderbank (49.). Alles in allem also acht Minuten Überzahl für die Iserlohner, die es in dieser Zeit allerdings nicht schafften, ein Tor zu markieren. Weder vom Punkt (Timon Henke/42. - Sergio Pereira/44. - Jorge Fonseca (49.), noch aus dem Spiel heraus.

Allerdings führten die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt mit 3:1 und konnten sich diese Nachlässigkeit folglich leisten. Andre Costa hatte die Richtung früh vorgegeben (9.), hätte jedoch schon Sekunden später per Strafstoß - Jose Barreto war der erste Blau-Sünder des Tages - das 2:0 nachschieben müssen. Ihm stand jedoch der Pfosten im Weg. Danach besaßen die Angreifer hüben wie drüben unzählige erstklassige Einschussmöglichkeiten, doch sowohl Patrick Glowka als auch Tobias Wahlen bewiesen immer wieder ihre herausragenden Klasse - und hielten das Spiel damit eng.

Aus Iserlohner Sicht war das 2:0 anfangs des zweiten Durchgangs durch Sergio Pereira somit eine Erleichterung, zumal der Rekordmeister nun den Druck erhöhte und dadurch das Heft an sich riss. Die logische Folge war das 1:2 von Felipe Sturla (33.), der wenig später vom Punkt (Andre Costa hatte „Blau“ gesehen/36.) allerdings das mögliche 2:2 verpasste. Somit erhielt Carlos Nunez die Gelegenheit, per Rückhand den alten Abstand wieder herzustellen (38.), was aufgrund der dann folgenden Ereignisse bereits die Entscheidung sein sollte. Denn in teils doppelter Unterzahl war Walsum in die Defensive gedrängt, konnte aber zumindest eine höhere Niederlage verhindern.

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez (1), A. Costa (1), K. Milewski, N. Kost, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke. - RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; P. Kluge, C. Berg, C. Nusch, S. Jostmeier, J. Barreto, P. Queiros, L. Boogers, F. Sturla (1). - Schiedsrichter: A. Feiteira / L. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (9.) A. Costa, 2:0 (26.) S. Pereira, 2:1 (33.) F. Sturla, 3:1 (38.) C. Nunez. - Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (A. Costa/36.) - Walsum 10 min (J. Barreto/9. – P. Queiros/42. – F. Sturla/42. & 49. – P. Kluge/44.). - Teamfouls: Iserlohn 7 - Walsum 8.


Die übrigen Ergebnisse der Viertelfinals Play-off-Stand:
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Cronenberg 5:4 (4:4/0:2) 1:1
SCB Calenberg - RSC Darmstadt 4:5 (2:1) 1:1
SKG Herringen - IGR Remscheid 10:2 (4:1) 2:0
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