ERGI-Express erstürmt sich die Pole-Position

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1. Bundesliga, 4. Spiel: ERG Iserlohn - RSC Cronenberg 4:2 (2:0)

(ERGI) Die Generalprobe für den Europaliga-Auftakt in Reus am kommenden Samstag ist geglückt: In beeindruckender Manier bezwang die ERG Iserlohn ihren ewigen Rivalen aus Cronenberg, der froh sein konnte, „nur“ vier Gegentore kassiert zu haben. So meinte auch RSC-Vorsitzender Peter Stroucken: „Das hätte heute böse enden können.“ Auf Iserlohner Seite war Trainer Quim Puigvert folglich voll des Lobes für seine Mannschaft: „Wir haben in allen Teilen eine Toppleistung geboten und gezeigt, was für eine klasse Mannschaft wir haben. Es gibt allerdings auch noch Luft nach oben.“

Es war eine Hockeypartie auf ganz hohem Niveau: Tolles Teamplay, taktische Disziplin und technische Kabinettstückchen waren das Salz in der Suppe dieses Spitzenspiels, dass letztlich in Iserlohn einen verdienten Sieger sah. Denn hätte Sebastian Wilk im RSC-Tor nicht einen absoluten Sahnetag erwischt, hätte es für die Cronenberger auch ganz über ausgehen können.
Die Startphase war geprägt von taktischer Disziplin, niemand wollte den ersten Fehler machen. Die feinen Chancen von Kai Milewski und Jordi Molet (beides 4.) deuteten allerdings an, dass es dabei nicht bleiben würde. Nach gut zehn Minuten wagten sich die Cronenberger als erste aus der Deckung, zogen leicht das Tempo an und erwischten den Vizemeister damit auf dem falschen Fuß. Einzig ERG-Schlussmann Patrick Glowka hielt dem Andrang stand und parierte letztlich auch die beste RSC-Chance zum Führungstreffer, als er Jordi Molet beim Direkten (Blau für Jorge Fonseca) den Zahn zog (15.).
Die überstandene Unterzahlphase gab den Iserlohnern den nötigen Impuls, nun war ihr Moment gekommen: Kaum wieder komplett war es Kai Milewski, der mit einem unwiderstehlichen Solo das 1:0 einleitete (19.). Und kurz darauf traf der Jungnationalspieler erneut ins Schwarze, als er eine hohe Hereingabe von Sergio Pereira volley in die Maschen donnerte (22.). Der RSC wirkte sichtlich angeschlagen, fand keine Antwort und ließ folglich auch die Penalty-Chance neun Sekunden (Foul von Jordi Fonseca an Benjamin Nusch) vor der Pause fahrlässig aus, als Marco Bernadowitz deutlich über das Tor zielte.
Nach dem Seitenwechsel war es somit auch keineswegs der Gast, der die Initiative ergriff, sondern weiterhin die Hausherren, die nun mächtig Gas gaben. Jorge Fonseca traf zweimal nur den Querbalken (28./30.), dann wusste Jordi Molet Sergio Pereira nur per Foul zu bremsen: Der spanische Altinternationale sah dafür „Blau“, Sebastian Glowka knallte die Kugel vom Punkt direkt in den Winkel (30.) – 3:0. Und hätte kurz darauf nicht erneut Jorge Fonseca einen Penalty verursacht (dieses Mal „erwischte“ er Kay Hövelmann) und Mark Wochnik im Nachschuss zum 1:3 getroffen (34.) – die Wuppertaler wären wohl nie aus ihrer Lethargie erwacht.
Nun warfen die Gäste alles nach vorne, dies zumeist aber unkoordiniert und mussten sich letztlich bei ihrem Torwart Sebastian Wilk bedanken, dass die Partie nicht schon frühzeitig entschieden war: Mehrfach kratzte er gegen Sebastian Glowka (31.), Jorge Fonseca (36./45.), Andre Costa (39.) und Sergio Pereira (43.) die Kugel gerade noch so von der Linie. Dies schien sich für Iserlohner schließlich zu rächen, als Kay Hövelmann einen Konter von Daniel Kutscha mit dem 2:3 beendete (46.).
Doch die Cronenberger Hoffnungen auf eine späte Wende währten ganze drei Sekunden, da hatte Jorge Fonseca - wenn auch mit einer gehörigen Portion Glück, denn er hatte sich den Ball eigentlich nur zu weit vorgelegt, damit aber Sebastian Wilk auf dem falschen Fuß erwischt - schon wieder zum 4:2 getroffen. Nicht nur per Strafstoß hätten Sebastian Glowka (nach dem 10. RSC-Teamfoul/48.) und Sergio Pereira („Blau für Daniel Kutscha/50.) den ERG-Erfolg noch deutlicher machen können, doch letztlich reichte auch dieser knappe Seig, um die Tabellenführung zu übernehmen.

ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; A. Costa, K. Milewski (2), S. Glowka (1), C. Hegener, J. Fonseca (1), S. Pereira, T. Henke. - RSC Cronenberg: S. Wilk, E. Soriano; M. Schmahl, J. Molet, M. Bernadowitz, M. Wochnik (1), K. Hövelmann (1), B. Nusch, S. Rath, D. Kutscha. – Schiedsrichter: B. Ullrich / T. Ehlert.

Torfolge: 1:0 (19.) K. Milewski, 2:0 (22.) K. Milewski, 3:0 (30./Direkter) S. Glowka, 3:1 (34.) M. Wochnik, 3:2 (46.) K. Hövelmann, 4:2 (46.) J. Fonseca. – Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (J. Fonseca/15.) – Cronenberg 4 min (J. Molet/30. – D. Kutscha/50.) – Teamfouls: Iserlohn 7 - Cronenberg 12
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