Patrik Glowka war Iserlohns Lebensversicherung

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1. Bundesliga, 9. Spiel: ERG Iserlohn - IGR Remscheid 3:0 (0:0)


(tg) Jens Behrendt wirkte nicht unzufrieden, wusste aber auch genau, bei wem er sich zu bedanken hatte: „Patrick Glowka war heute unsere Lebensversicherung!“ Vor allem im ersten Durchgang war es der Nationaltorwart quasi im Alleingang, der einen Rückstand verhinderte. Dass Remscheid überhaupt in diese Chance kam, lag an deren cleverer taktischer Ausrichtung, vor dem Tor eine Raute aufzustellen. „Damit kommen wir im Moment gar nicht klar“, so der ERGI-Trainer, der zugleich ahnt, mit diesem Problem in der Liga noch öfter konfrontiert zu werden.


Die Iserlohner Minimalisten (erst 0 Tore in neun Spielen!) fanden lange Zeit kein Mittel gegen die clever in der Abwehr stehenden Gäste, die mit Moritz Kreidewolf zudem einen sicheren Rückhalt hatten. Zudem erarbeiteten sich Yannick Lukassen, Yannick Peinke und Daniel Strieder bei Kontern eine hochkarätige Chance nach der anderen, konnten den ERG-Tausendsassa Patrick Glowka aber nicht überwinden. Die größte Chance zur Führung vergab Daniel Strieder nach blauer Karte gegen Jorge Fonseca, als er vom Punkt nur den Pfosten traf (6.).

Und der Meister? Der hatte ebenfalls vom Punkt eine Möglichkeit, nachdem auch Fabian Selbach „Blau“ gesehen hatte, doch Andre Costa setzte die Kugel neben das Tor (8.). Ansonsten waren wirklich gute Chancen Mangelware.

Nach der Pause kamen die Iserlohner jedoch zielstrebiger zurück aus den Kabinen. So konnte Sergio Pereira nur per Foul gebremst werden, was Fabian Selbach seine zweite Zeitstrafe einbrachte und Iserlohn einen weiteren Strafstoß. Den parierte Moritz Kreidewolf zunächst auch, doch im Nachschuss war Sergio Pereira dann doch erfolgreich (27.).

Die Remscheider steckten jedoch nicht auf, blieben ihrer taktischen Marschroute treu und hätten sich durchaus mit dem Ausgleich belohnen können: Sowohl Yannik Lukassen (31. - „Blau“ für Sergio Pereira) als auch Yannick Peinke (36. - 10. ERG-Teamfoul) konnten ihre Strafstöße aber nicht verwerten.

Auf der Gegenseite war Andre Costa zwar ebenfalls nicht treffsicherer (37./10. IGR-Teamfoul), erkämpfte sich aber den Abpraller und bediente Carlos Nunez, der zum 2:0 einlupfte (37.). Remscheid setzte danach noch einmal alles auf eine Karte, fand aber weiterhin seinen Meister in Patrick Glowka, während Sergio Pereira fünf Minuten vor dem Ende mit einem wuchtigen Querschuss zum 3:0 traf (45.).

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez (1), N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (2), A. Costa. - IGR Remscheid: M. Kreidewolf, M. Wienberg; F. Selbach, L. Kuhn, Y. Peinke, Y. Lukassen, D. Strieder, M. Pieper. - Schiedsrichter: M. Brosien / S. Goldhausen.

Torfolge: 1:0 (27.) S. Pereira, 2:0 (37.) C. Nunez, 3:0 (45.) S. Pereira. - Zeitstrafen: Iserlohn 4 min (J. Fonseca/6. – S. Pereira/31.) - Remscheid 6 min (F. Selbach/6. & 27. – Y. Peinke/39.). - Teamfouls: Iserlohn 13 – Remscheid 12.
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