Roosters: Es wartet noch viel Arbeit

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Verteidiger Troy Milam hofft auf einen erfolgreichen Saisonauftakt der Roosters gegen die Düsseldorfer EG am Freitag. Foto: Günther

Eine eher durchwachsene Vorbereitung durchlebten die Iserlohn Roosters in diesem Sommer. Zum einen störten angeschlagene Spieler, die sich im Aufbautraining befanden, die Krankheit von Jordan Smotherman, sowie Verletzungen und die erst späten Verpflichtungen von Greg Rallo und Blair Jones den geregelten Trainingsbetrieb. Immer wieder musste so bei den Testspielen improvisiert und umgestellt werden. Deshalb ist das Team noch nicht so weit, wie es sich Jari Pasanen zum Saisonstart gewünscht hätte.

Neuzugänge: In der Verteidigung haben Hannu Pikkarainen, Troy Milam und Christopher Fischer bereits gezeigt, dass sie gerade spielerisch die Iserlohner weiterbringen werden. Pikkarainen besitzt eine hervorragende Übersicht und ist gerade im Spielaufbau sehr wertvoll. Milam verfügt über einen harten und platzierten Schuss und ist äußerst wertvoll im Überzahlspiel an der blauen Linie. Beide müssen sich allerdings noch an das Spielsystem der Roosters gewöhnen. Besser hat dies dagegen schon Christopher Fischer verinnerlicht. Auch er ist technisch und läuferisch versiert und wird in Iserlohn auch in den Special Teams gebraucht werden.
Im Sturm stach bisher Blaine Down in der Vorbereitung mit seinen zahlreichen Treffern hervor. Bleibt er gesund, dürfte der Torjäger und Vorbereiter eine entscheidende Option in der Offensive der Sauerländer werden.

Mit Blair Jones und David Dziurzynski haben die Roosters nun zwei sehr robuste und gradlinige Akteure im Team, die für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen sollen. Als Gegenpart wurde Greg Rallo verpflichtet. Er ist klein, wendig und äußerst spielintelligent. Bei Ashton Rome muss man sich noch ein wenig gedulden, da er nach seiner Verletzung noch ein wenig Trainingsrückstand hat. Aber auch er hat in Ansätzen bereits gezeigt, dass er weiß, wo das Tor steht, und einen guten Schuss besitzt. Für eine Überraschung könnte Noureddine Bettahar sorgen. Der Neuzugang aus der Oberliga spielte frech und forsch in der Vorbereitung und entpuppte sich als echte Alternative für die vierte Sturmreihe.

Mutmacher

Mutmacher: Die Substanz ist durchaus vorhanden, um in dieser Saison wieder einen Platz unter den ersten Zehn zu erkämpfen. Der Kader ist noch einmal breiter besetzt worden, und auch an kleineren Mängeln der Vorsaison wurde noch einmal gearbeitet. Deshalb wurde mehr Wert auf spielerisches Potential für die Verteidigung gelegt und es wurden kräftigere Spieler für den Sturm verpflichtet. Jetzt muss das Puzzle nur passend zusammengebaut werden.

Problemzonen: Aus den besagten Gründen war ein Einspielen in der Vorbereitung nur schwer möglich. Die neue Mannschaft ist bei weitem noch nicht so gefestigt und kompakt in der Defensive wie in der letzten Saison. Es wird noch ein wenig Zeit brauchen, bis das System, die Automatismen und die neuen Hierarchien in der Mannschaft greifen werden.

Schlüsselfragen: Wie schnell können die Roosters ihr Bollwerk aus der letzten Saison wieder aufbauen? Können die zahlreichen Spieler, die in den letzten Jahren immer wieder verletzungsanfällig waren, gesund und fit die Saison durchspielen? Starten die Iserlohner erstmals auch in einem Play-off-Viertelfinale durch?
Das sagt Stürmer Boris Blank: „Bei unserer neuen Mannschaft kommt es nicht auf Namen und Statistiken an. Zwei Drittel der Teams in der Liga sind besser besetzt als wir. Das war aber auch in den letzten Jahren so und trotzdem hatten wir eine Chance. Bei uns kommt es in jedem Jahr einfach nur darauf an, dass wir den Teamspirit der Roosters entwickeln und sich jeder seiner Rolle unterordnet. Nur dann funktioniert das.“
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