Mitglieder stimmen gegen die Auflösung des Citymanagements in Iserlohn

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So hatte sich der Vorstand des Citymanagement Iserlohn den Ausgang der Mitgliederversammlung am Dienstagabend nicht vorgestellt. Der eigentliche Wunsch war es, den Verein zum 30. Juni aufzulösen, doch die Mitglieder stimmten dagegen.

Doch der Reihe nach. Nach einer kurzen Begrüßung der Vorsitzenden Kirsten Opris folgte der Jahresabschluss 2015. Hier präsentierte Beate Ewers einen Verlust von 4.356,18 Euro aus den Veranstaltungen wie den Sommernächten und den Henkelmanntagen, die der Verein unterstützt hat. Die Kassenprüfung am 25. Februar ergab keine Auffälligkeiten, so dass der Vorstand einstimmig entlastet wurde.

Als Tagesordnungspunkt vier folgte die Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins. Kirsten Opris nannte einige der vielen Gründe für den Entschluss des Vorstandes, den Verein nicht weiter führen zu wollen. „So eine Beteiligung wie heute (16 der 23 Mitglieder waren anwesend) hätte ich mir regelmäßig gewünscht. Die Realität sieht aber anders aus. Häufig saß der Vorstand alleine in den Sitzungen. Darüber hinaus haben wir es in den letzten Jahren nicht geschafft, weitere Mitglieder zu bekommen, ganz im Gegenteil.“ Vor etwa neun Jahren besaß der Verein noch etwa 80 Mitglieder. Das Interesse am Citymanagement sei allerdings in den letzten Jahren bei den Händlern, der Industrie und auch den eigenen Mitgliedern immer weiter zurückgegangen. „Mir fehlt der Rückhalt der Händler in der Innenstadt und auch in der Politik. Ende des Jahres gab es ein Gespräch mit dem Bürgermeister, in dem bis heute zahlreiche Fragen unbeantwortet geblieben sind. Der Höhepunkt war dann die Ratssitzung, in der man sich gegen einen verkaufsoffenen Sonntag an Muttertag entschied. Das war ein weiterer Tiefschlag. Irgendwann ist man einfach frustriert“, gab Opris offen zu. Werner Luck ergänzte: „All das sind nur einige Gründe, warum es Zeit ist, einen Schlussstrich zu ziehen.“

Bei der Abstimmung dann aber die Überraschung. Nur sechs Mitglieder stimmten einer Auflösung zu, fünf enthielten sich und fünf stimmten gar dagegen. Da so keine Dreiviertelmehrheit vorhanden war, wird der Verein nun bis zur Jahreshauptversammlung am 27. November weiter bestehen. Allerdings machten die Verantwortlichen jetzt schon deutlich, dass für sie dann endgültig Schluss ist.

Da sich an dem Abend noch keiner der Mitglieder bereiterklärte, in einem neu gewählten Vorstand mitzuarbeiten, scheint die Entscheidung der Auflösung des Citymanagement nun nur vertagt zu sein, zumal die Probleme ja bleiben und es dafür keinerlei Lösungsansätze gibt. In jedem Fall ist die Diskussion um den Fortbestand des Vereins ein riesen Imageverlust für die Stadt Iserlohn.
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