Hansastraße bleibt gefährlich

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Immer wieder kracht es auf der Hansastraße. Und für Fußgänger ist diese Straße eine Gefahrenquelle, zumal es dort keinen Bürgersteig gibt. (Foto: privat)

Im Juli des vergangenen Jahres passierte es: Als Oliver Loschek „nur mal eben kurz“ zum benachbarten Geflügelhof wollte, erfasste ihn auf der Hansastraße ein Auto.


„Besonders an der Unfallstelle stellt die Hansastraße einen Gefahrenpunkt dar“, ist sich Loschek als Anwohner sicher. Er hatte bei dem Unfall zum Glück nur Blessuren an der Hand davongetragen. Aber für ihn war es der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Zu viele gefährliche Unfälle hätten sich dort ereignet. Oliver Loschek wurde aktiv und stellte bei der Stadt Bergkamen einen Bürgerantrag - versehen mit einer Menge Unterschriften Overberger Bürger. Darin ging es um die Einrichtung eines generellen Überholverbotes und die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 km/h im Einmündungsbereich der Friedhofstraße.

Die Stadt Bergkamen will - aber der Kreis Unna nicht



Der Stadtrat nahm sich des Problems an und stimmte für ein Tempolimit und ein Überholverbot. Doch freuen kann sich Oliver Loschek nicht darüber: „Der Kreis Unna hat ein Veto gegen den Beschluss eingelegt - und ihm gehört die Hansastraße.“
Doch damit sind wiederum weder die Stadt Bergkamen noch Oliver Loschek einverstanden. Die Stadt ist davon überzeugt, einen politischen Auftrag umsetzen zu müssen. Und Oliver Loschek steht weiter hinter seinem Bürgerantrag. „Derzeit prüfe ich, wie sich die rechtliche Situation darstellt und welche Möglichkeiten bestehen“, so der Bergkamener. Einen Hinweis hat Loschek schon bekommen: Ein Anwalt riet ihm, bei einem nächsten Unfall Nebenklage einzureichen, da in diesem Fall der Kreis seine Verkehrssicherungspflicht verletzt habe. Doch diesen Fall wünscht sich eigentlich niemand.

Die Bezirksregierung ist gefragt


Zunächst muss sich erst einmal die Bezirksregierung in Arnsberg mit dem „Fall“ beschäftigen. Jedoch scheint es klar zu sein: Dem Kreis als Eigentümer der Hansastraße obliegt auch die Entscheidung.
Bisher hat der Kreis Unna keine stichhaltige Begründung für den Widerspruch verlautbaren lassen. Auf eine Nachfrage des Stadtspiegels bei der Kreispressestelle lag bis zum Redaktionsschluss keine Antwort vor.
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