Ein Schnellweg für Radler

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Auch durch Kamen und Bergkamen soll der geplante Radschnellweg Ruhr führen, der von Diusburg bis Hamm Städte des Ruhrgebiets verbinden soll. (Foto: Regionalverband Ruhr)
Kamen: Stadtspiegel |

Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder zu Freunden, ohne sich die Straße mit Autos teilen zu müssen - das könnte bald möglich sein: Der Radschnellweg Ruhr (RS1) des Regionalverbandes Ruhr nimmt immer konkretere Formen an.

„Alle Fraktionen im Kreistag haben für das Projekt gestimmt“, so Sabine Leiße, Leiterin Planung und Mobilität im Kreis. Auch der ADFC Kreis Unna begrüßt das Projekt. „Der Regionalverband hat eine Machbarkeitsstudie veröffentlicht, in der das Projekt ausführlich vorgestellt wird“, so der Vorsitzende Werner Wülfing. Vorhandene Wege sollen kreuzungsfrei ausgebaut und entschärft werden. Das könnte sich durchaus lohnen: Durch Kamen wäre man etwa 20 min., durch Bergkamen etwa 25 min. unterwegs.

Von Unna kommend soll der RS1 durch die Wohngebiete und entlang der Kaserne bis zur Querungsstelle an der Stadtgrenze zu Kamen geführt werden. Auf Kamener Stadtgebiet wird der RS1 auf der ehemaligen Klöcknerbahn um das Stadtzentrum herumgeführt, er unterquert die Autobahn A2 und erreicht nördlich davon die Stadtgrenze zu Bergkamen.

Im Bereich der Stadt Bergkamen sind eine große Anzahl von Anbindungen an vorhandene überregionale Radwege, auch an Zubringer, sowie Querungen von klassifizierten Straßen zu überplanen. Hier verbleibt die Führung des RS1 auf der Trasse der ehemaligen Klöcknerbahn. Auf der Nordseite des Kanals führt der RS1 eigenständig über die freigegebenen Betriebswege des Wasserschifffahrtsamtes bis zur Stadtgrenze Hamm. In Bergkamen-Rünthe wird für eine komfortable und direkte Linienführung eine Brücke über den Datteln-Hamm-Kanal empfohlen.

Der Radschnellweg soll klar definierten Ausbau- und Qualitätsstandards genügen. Die Strecke wird möglichst geradlinig geführt. Fuß- und Radverkehr sollen getrennt werden. Der Weg wird eigene, asphaltierte Fahrstreifen besitzen. Der Vorteil: Diese werden auch im Winter gereinigt, so Wülfing. „Aktuelle Radwege haben diesen Vorteil nicht.“

Die Gesamtkosten für den RS 1 werden auf 183,7 Millionen Euro geschätzt. Der Kosten-Nutzen-Faktor für den RS1 liegt mit 4,8 sehr hoch. „Für jeden eingesetzten Euro gibt es den 4,8-fachen Nutzen“, erklärt Wülfing. Die Finanzierung ist noch nicht geklärt. „Weder Kreis noch Städte oder Gemeinden werden sich wohl an den Kosten beteiligen müssen“, so Sabine Leiße.
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