Erinnern und versöhnen

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Erinnern und versöhnen: Die elf Gäste aus Estland erlebten die Schrecken des Holocaust in verschiedenen Konzentrationslagern. Zur Zeit sind in Kleve zu Gast. Die Besucher wurden auch von Bürgermeisterin Sonja Northing empfangen. (Foto: Stadt Kleve)

Kleve. Bürgermeisterin Sonja Northing empfing vor wenigen Tagen eine Gruppe von elf russischsprachigen Esten als Überlebende aus Konzentrationslagern und Ghettos im Klever Interimsrathaus.

Bereits zum zehnten Mal sind nun schon Gruppen, auch aus Polen, mit Unterstützung des Freiburger Hilfswerkes „Maximilian-Kolbe-Werk“, auf der Wasserburg in Rindern zu Gast.

Die heute 74- bis 93-Jährigen waren Kinder, Jugendliche beziehungsweise jugendliche Erwachsene, als sie schreckliche Erfahrungen mit Deutschen machten: Die elf überlebenden Zeitzeugen waren Häftlinge unter anderem in den Konzentrationslagern Ravensbrück, Tallin und Klooga und in den Lagern Tartú, Stutthof, Tallin, Pärnu, Lavassaare sowie im Ghetto Shaokritsch.

Bürgermeisterin bedankt sich für den Mut, Versöhnung zu ermöglichen

Im Beisein der hauptamtlich pädagogischen Mitarbeiterin der Wasserburg, Beate Weghake, und zwei ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Maximilian-Kolbe-Werkes, Valentina Jakovlev und Ute Krieger dankte Bürgermeisterin Sonja Northing den Gästen aus Estland für ihr Kommen und ihren Mut, Versöhnung möglich zu machen.
Die Gruppe ist innerhalb ihres zweiwöchigen Aufenthaltes in einem Kreis von Menschen, die ein ähnliches Schicksal erfahren haben. Das gibt ihnen die Möglichkeit, von ihrer Geschichte zu erzählen und in der gemeinsamen Erinnerung und im gemeinsamen Sprechen darüber diese schlimmen Erfahrungen zu verarbeiten. Bei Ausflügen in benachbarte deutsche und niederländische Städte hat die Gruppe die Gelegenheit zu erfahren, wie ein neues Zusammenleben in Europa aussehen kann.
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