Osterfeuer – ein heidnisches Fest, wobei der Abschied des Winters gefeiert wird – aber die Kirche entfacht auch ein kleines religiöses Osterfeuer

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Am Niederrhein sind in der Osterzeit Osterfeuer sehr beliebt. Gemeinden, Heimatvereine, Nachbarschaften sammeln Äste und Zweige und bauen davon einen Haufen. Wenn die Sonne zum Untergehen neigt, sammeln sich die Bürger des Ortes, Mitglieder des Vereins und Nachbarn um das aufgeschichtete Holz, das angesteckt wird. Wenn das Feuer lodert, gibt es etwas zum Trinken und Knabbern. Oft ist ein Zelt in der Nähe des Feuers aufgebaut, in dem man bei schlechtem Wetter Schutz findet.
In Nütterden wurden bis vor wenigen Jahren für das Osterfeuer am Sportplatz nicht nur geschnittene Baumteile antransportiert, sogar abgedankte Möbel wurden gebracht. Die Organisatoren haben deshalb entschlossen nur noch Holzpaletten zu verbrennen.
Im Ort meinten Privatleute, dass ein Palettenfeuer kein richtiges Osterfeuer ist, und schichteten eigene Holzhaufen auf. Dieses Jahr gibt es kein Osterfeuer mehr in der Umgebung der Bomshofstraße. Das Grundstück dafür ist als Bauland verkauft worden.
Sogar schon vom Karfreitag bis Ostermontag riecht man am Niederrhein immer wieder den Rauch eines Osterfeuers. Die meisten werden aber erst am Sonntag oder Montag entfacht.
Wo einige Haufen noch warten, bis sie angesteckt werden, sind andere schon abgebrannt. Bis über 24 Stunden qualmen diese noch nach.
In der Stifts- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul Kirche gibt es in der Osternacht vor der Kirche ein kleines Osterfeuer. Dort wird die Osterkerze angezündet und in die Kirche getragen. Die Gläubigen haben eine Kerze mit in die Kirche genommen, die sie daran anzünden, damit die Kirche zum Schluss durch Kerzenlicht beleuchtet wird. Das Licht ist das Symbol von Jesus, das Licht des Lebens.
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